Hüftdysplasie beim Hund

Physiotherapie in Hagen und im Volmetal

Eine Hüftdysplasie wird oft beim Röntgen entdeckt, manchmal lange bevor der Hund deutlich lahmt. Andere Hunde fallen erst im Alter auf, wenn das Aufstehen schwerer wird und die Hinterhand an Kraft verliert. Für Halter:innen ist die Diagnose meist ein Schreck, verbunden mit der Frage: Was bedeutet das jetzt für meinen Hund?

Eine Hüftdysplasie ist nicht heilbar, aber gut zu begleiten. Auf Grundlage der tierärztlichen Diagnose kann Physiotherapie helfen, die Muskulatur rund um das Hüftgelenk zu stärken, Schonhaltungen aufzulösen und Bewegung wieder sicherer zu machen. Ob der Weg konservativ oder operativ verläuft, entscheidet die Tierarztpraxis. Die Physiotherapie baut darauf auf.

Lena Rummenholl – Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl. Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege. Zertifizierte Hundephysiotherapeutin und Hundetrainerin (DIFT Lünen), zertifizierte vet. Akupunkteurin / Hund TCVM, Hundechiropraktik (Tierhelden Akademie Viersen), Hundeosteopathie in Ausbildung. Schwerpunkt: Hüftdysplasie (HD), Reha nach OP und chronische Gelenkbeschwerden. Mehr über mich → · Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Bist du hier richtig?

Vielleicht fällt deinem Hund das Aufstehen aus dem Liegen schwerer als früher, und die ersten Meter wirken steif, bis er sich eingelaufen hat. Vielleicht setzt er beim Rennen oder auf der Treppe beide Hinterbeine zusammen ab, oder er springt nicht mehr ins Auto, wo er früher mühelos hochkam. Solche Veränderungen an der Hinterhand können mit einer Hüftdysplasie zusammenhängen.

Vielleicht steht die Diagnose auch schon fest und du fragst dich, wie es jetzt weitergeht. Eine HD bedeutet nicht, dass du nur zusehen kannst. Über gezielten Muskelaufbau und angepasste Bewegung lässt sich für die Beweglichkeit und den Alltag deines Hundes oft viel erreichen. Wenn du unsicher bist, ob Physiotherapie in eurem Fall sinnvoll ist, ruf an oder schreib mir. Ich beantworte auch kurze Vorfragen, bevor du dich festlegst.

Nicht jeder Hund mit Hüftdysplasie humpelt. Manche werden am Wesen ruhiger, gehen ungern lange Runden oder reagieren empfindlich, wenn man die Hinterhand berührt. Wie sich Schmerz im Verhalten zeigt →

Auf einen Blick

Hier das Wichtigste vorab, damit du nicht erst scrollen musst:

  • Eine Hüftdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks: Oberschenkelkopf und Hüftpfanne liegen nicht passgenau ineinander, das Gelenk wird locker und mit der Zeit instabil.
  • HD ist anlagebedingt und zeigt sich oft schon im Wachstum, kann aber auch erst im Alter Beschwerden machen. Sichere Diagnose immer per Röntgen in der Tierarztpraxis.
  • Behandelt wird je nach Befund und Alter konservativ (Gewicht, angepasste Bewegung, Schmerztherapie, Physiotherapie) oder operativ. Welcher Weg passt, entscheidet die Tierarztpraxis.
  • Physiotherapie kann die Hüfte stützen, ohne sie zu reparieren: Eine kräftige, gut trainierte Muskulatur entlastet das lockere Gelenk und macht den Alltag leichter. Das ist bei HD einer der wichtigsten Hebel.
  • Aus einer HD entsteht im Lauf der Zeit fast immer eine Arthrose im Hüftgelenk. Was das für den Alltag bedeutet, steht ausführlich auf der Seite zur Arthrose beim Hund.
  • Ersttermin bis zu 90 Minuten, mobil im Volmetal oder am Standort in Hagen-Dahl. Hausbesuche nach Absprache.

Was ist Hüftdysplasie beim Hund?

Die Hüftdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der Oberschenkelkopf und Hüftpfanne nicht passgenau ineinanderliegen. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk: Normalerweise sitzt der runde Oberschenkelkopf tief und stabil in der Gelenkpfanne. Bei einer HD ist die Pfanne zu flach, der Kopf liegt zu locker, oder beides. Das Gelenk hat dadurch zu viel Spiel.

Dieses Spiel ist das eigentliche Problem. Ein lockeres Gelenk reibt und stößt bei jeder Bewegung anders, als es sollte. Der Körper versucht, die Instabilität auszugleichen, der Knorpel wird ungleichmäßig belastet, und das Gelenk verändert sich mit der Zeit. So entsteht aus der anfänglichen Lockerheit nach und nach ein Verschleiß.

HD ist in erster Linie anlagebedingt. Die Veranlagung wird vererbt, vor allem größere und schnell wachsende Rassen sind betroffen, etwa Schäferhunde, Labradore, Golden Retriever, Berner Sennenhunde und viele andere. Das Hüftgelenk selbst ist beim Hund erst nach der Geburt fertig entwickelt, etwa bis zur zwanzigsten Lebenswoche. In dieser Phase entscheidet sich viel: Ob und wie stark sich die Veranlagung auswirkt, hängt auch von Wachstum, Fütterung, Gewicht und Bewegung ab. Deshalb kann das Bild von Hund zu Hund sehr unterschiedlich ausfallen, und nicht jeder Hund mit Veranlagung bekommt später deutliche Beschwerden.

Welche Hunde betroffen sind und wann HD auffällt

Eine HD zeigt sich häufig in zwei Lebensphasen. Bei jungen Hunden im Wachstum, oft etwa ab dem vierten bis sechsten Lebensmonat, fällt manchmal ein unsicherer, wackeliger Gang in der Hinterhand auf, eine Unwilligkeit zu längeren Strecken oder ein auffälliges Aufstehen. Bei vielen Hunden bleibt es in jungen Jahren aber unauffällig, und die HD wird erst später zum Thema, wenn sich im Lauf des Lebens eine Arthrose entwickelt und der Hund im mittleren oder höheren Alter steifer wird.

Betroffen sind vor allem mittelgroße bis große Rassen. Kleinere Hunde können ebenfalls eine HD haben, sie fällt dort aber seltener auf, weil das geringere Gewicht das lockere Gelenk weniger belastet. Übergewicht ist in jeder Lebensphase ein Faktor, den Halter:innen direkt beeinflussen können, weil jedes zusätzliche Kilo auf ein ohnehin instabiles Gelenk drückt.

Wichtig zur Einordnung: Eine HD ist eine Fehlentwicklung des Gelenks selbst, also die Ursache. Die Arthrose, die später daraus entsteht, ist der Verschleiß, der sich als Folge einstellt. Auf dieser Seite geht es um die HD und ihre Begleitung. Was Arthrose im Alltag bedeutet und wie sich der Verschleiß begleiten lässt, habe ich ausführlich auf der Seite zur Arthrose beim Hund beschrieben.

Woran erkenne ich HD beim Hund?

Hunde mit einer Hüftdysplasie zeigen ihre Beschwerden selten so deutlich, wie man es erwarten würde. Oft sind es kleine Veränderungen im Bewegungsverhalten, die sich über Wochen einschleichen. Typisch sind:

  • Schwierigkeiten beim Aufstehen, besonders nach Ruhephasen und morgens
  • ein unsicheres oder schwankendes Gangbild in der Hinterhand
  • Unwilligkeit zu springen, Treppen zu steigen oder ins Auto zu gehen
  • kürzere Spaziergänge, mehr Pausen, weniger Bewegungsfreude
  • ein „Bunny-Hopping": beide Hinterbeine werden beim Laufen gleichzeitig vorgesetzt, fast wie ein Hoppeln
  • nachlassende Muskulatur an der Hinterhand, während die Vorhand kräftiger wirkt
  • Schonhaltungen oder ein verändertes Sitz- und Liegeverhalten

Nicht jeder Hund zeigt alle Anzeichen, und der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Manche Hunde zeigen vor allem nach Belastung Beschwerden, andere bewegen sich insgesamt weniger als früher. Ein Hund muss nicht stark lahmen, um Schmerzen zu haben. Gerade die feinen Verschiebungen im Gangbild sind oft die ersten Hinweise.

Diagnose und Behandlungsweg: immer tierärztlich

Ob eine Hüftdysplasie vorliegt und wie stark das Gelenk verändert ist, klärt die Tierarztpraxis. Dazu gehören die Anamnese, eine klinische und orthopädische Untersuchung mit Beweglichkeits- und Stabilitätsprüfung der Hüfte sowie ein Röntgen in entspannter Lagerung, meist unter Sedierung. So lässt sich beurteilen, wie locker das Gelenk ist und ob bereits arthrotische Veränderungen sichtbar sind.

Auf dieser Grundlage entscheidet die behandelnde Tierärztin oder der Tierarzt über den Weg. Vereinfacht gibt es zwei Richtungen, und welche passt, hängt von Alter, Befund und Beschwerden des Hundes ab.

Konservativ: Bei vielen Hunden lässt sich die HD ohne Operation gut begleiten. Dazu gehören ein passendes Körpergewicht, angepasste und kontrollierte Bewegung, tierärztliche Schmerztherapie bei Bedarf und gezielter Muskelaufbau über die Physiotherapie. Dieser Weg kommt häufig infrage, wenn die Beschwerden beherrschbar sind und der Hund mit der richtigen Begleitung gut zurechtkommt.

Operativ: Bei stärkeren Beschwerden oder bei jungen Hunden mit ausgeprägter Instabilität kann eine Operation sinnvoll sein. Welches Verfahren infrage kommt, hängt stark vom Alter und vom Befund ab und ist eine tierärztliche Entscheidung. Die Klinik wägt ab, ob ein gelenkerhaltender Eingriff oder, bei fortgeschrittener Veränderung, ein künstliches Hüftgelenk der bessere Weg ist.

Welcher Weg der richtige ist, bleibt eine tierärztliche Entscheidung. Die Physiotherapie baut darauf auf, nach einer Operation erst mit tierärztlicher Freigabe. Auch die medikamentöse Schmerztherapie liegt in tierärztlicher Hand. Die Physiotherapie ergänzt sie, ersetzt sie aber nicht.

Warum Muskulatur bei HD so wichtig ist

Bei einer Hüftdysplasie lässt sich die Form des Gelenks nicht verändern. Was sich verändern lässt, ist alles, was das Gelenk umgibt. Und genau hier liegt der wichtigste Ansatzpunkt.

Ein lockeres Hüftgelenk braucht eine starke, gut trainierte Muskulatur, die es führt und stabilisiert. Je kräftiger die Muskeln rund um die Hüfte und entlang des Rückens sind, desto weniger muss das instabile Gelenk selbst auffangen. Eine gut bemuskelte Hüfte arbeitet ruhiger und schmerzärmer als eine schwache, auch wenn das Röntgenbild in beiden Fällen dieselbe Fehlstellung zeigt. Dass die Reha bei HD im Kern auf Schmerzlinderung, Beweglichkeit und den Aufbau bzw. Erhalt von Muskelmasse zielt, ist auch der Tenor der tiermedizinischen Reha-Übersichtsarbeit von Dycus und Kolleg:innen (2022).

Das Tückische ist der Kreislauf, der ohne Gegensteuern entsteht: Ein Gelenk, das schmerzt, wird geschont. Wird es geschont, baut die stützende Muskulatur ab. Fehlt diese Muskulatur, wird das lockere Gelenk noch stärker belastet, und die Beschwerden nehmen zu. Diese Schonung wirkt sich außerdem auf den ganzen Hund aus: Wird eine Hüfte dauerhaft entlastet, übernehmen die andere Seite, der Rücken und die Vorderbeine mehr Last. So entstehen mit der Zeit Verspannungen und Folgebeschwerden weit weg von der eigentlichen Hüfte. Dieser Kreislauf lässt sich durchbrechen, und daran arbeite ich in der Behandlung.

Deshalb ist gezielter, kontrollierter Muskelaufbau ein Kernbestandteil der Physiotherapie bei HD und nicht nur passive Behandlung. Es geht darum, den Hund wieder tragfähig zu machen.

Was Physiotherapie bei Hüftdysplasie leisten kann

Physiotherapie heilt keine Hüftdysplasie und verändert nicht die Form des Gelenks. Sie kann aber, auf Basis der tierärztlichen Diagnose und nach OP mit tierärztlicher Freigabe, an mehreren Punkten konkret ansetzen:

  • Muskulatur aufbauen, die das lockere Gelenk stützt und führt
  • Schmerz reduzieren durch Mobilisation, manuelle Techniken und gezielte physikalische Maßnahmen
  • Beweglichkeit der Hüfte erhalten, soweit der Gelenkzustand es zulässt
  • Schonhaltungen erkennen und auflösen, bevor sie andere Körperbereiche überlasten
  • Körperwahrnehmung und Koordination schulen, damit der Hund die Hinterhand sicher einsetzt
  • Belastung im Alltag steuerbar machen: Wie viel Bewegung tut gut, wann ist Pause besser?

Je nach Befund kombiniere ich manuelle Techniken, kontrollierten Muskelaufbau, Gleichgewichts- und Koordinationsarbeit, Wärme, Lasertherapie und, wenn sinnvoll, das Unterwasserlaufband bei einem Kooperationspartner in Hagen. Im Wasser kann der Hund unter dem Auftrieb Muskulatur aufbauen, ohne das volle Gewicht auf die Hüfte zu legen. Das ist bei HD oft besonders hilfreich. Die Auswahl richtet sich immer nach dem aktuellen Stand des Hundes.

Besonders sinnvoll ist physiotherapeutische Begleitung bei diagnostizierter HD im konservativen Weg, in der Reha nach einer Hüft-OP und bei Seniorenhunden, bei denen aus der HD längst eine Arthrose geworden ist und Mobilität und Alltagstauglichkeit im Vordergrund stehen.

Muss eine Hüftdysplasie operiert werden?

Nein, längst nicht jede HD wird operiert. Viele Hunde kommen mit der konservativen Begleitung gut durchs Leben, gerade wenn früh auf Gewicht, passende Bewegung und Muskelaufbau geachtet wird. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt vom Alter des Hundes, vom Ausmaß der Instabilität und von den Beschwerden ab und ist eine tierärztliche Entscheidung.

Wird operiert, beginnt danach ein eigener Abschnitt: die Reha. Ein Hund, der nach einer Hüft-OP zunächst geschont wurde, muss Muskulatur wieder aufbauen und das Gehen oft neu sortieren. Genau hier setzt die Physiotherapie an, sobald die tierärztliche Freigabe vorliegt.

Wie die Behandlung nach einer OP aussieht, hängt stark von der Heilungsphase und vom Operationsverfahren ab. In der frühen Phase geht es um ruhige, schonende Arbeit und um das Wiederfinden einer sicheren Belastung. Später, dem Heilungsverlauf angepasst, kommen kontrollierte Gangschulung, gezielte Koordinationsarbeit und langsamer Muskelaufbau dazu.

Ich beschreibe hier bewusst Prinzipien und keine feste Übungsliste, denn welche Übungen passen, lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt von der Art der Operation, vom Befund und von der tierärztlichen Freigabe ab. Der Aufbau wird individuell zusammengestellt und am tatsächlichen Stand des Hundes ausgerichtet.

Was du im Alltag tun kannst

Vieles passiert zwischen den Therapieterminen. Was Halter:innen im Alltag mittragen, ist bei einer HD mindestens so wichtig wie die Behandlung selbst.

Gewicht: Ein schlankes Körpergewicht ist bei HD einer der wirksamsten Hebel überhaupt. Jedes Kilo zu viel belastet das instabile Gelenk zusätzlich, und das Gewicht ist einer der wenigen Faktoren, die du direkt steuern kannst. In einer vergleichenden Übersicht zu Hüftdysplasie bei Hund und Mensch wird beschrieben, dass schon rund zehn Prozent weniger Körpergewicht mit einer spürbaren Linderung der Beschwerden einhergehen können und sich eine etwaige Operation im Schnitt um Jahre hinauszögern lässt (Willemsen et al., 2021). Ergänzungen wie Omega-3 oder Gelenkpräparate können sinnvoll sein, das gehört aber in tierärztliche Hand.

Bewegung: Regelmäßige, kontrollierte Bewegung hält die stützende Muskulatur in Form. Mehrere kurze, ruhige Runden sind besser als eine lange, erschöpfende Tour. Belastungsspitzen wie Sprünge ins und aus dem Auto, abruptes Drehen oder wildes Toben mit anderen Hunden verkraftet eine dysplastische Hüfte schlecht.

Umfeld: Rutschfeste Unterlagen geben Halt, eine Rampe ersetzt den Sprung, eine orthopädische Liegefläche entlastet die Gelenke in der Ruhe. Diese Dinge wirken klein, machen im Alltag aber einen großen Unterschied.

Beobachten: Ein Blick auf das Gangbild lohnt sich. Wenn dein Hund nach Belastung deutlich steifer wird, vermehrt hoppelt oder das Aufstehen schwerer fällt, ist das ein Hinweis, die Belastung anzupassen und tierärztlich nachsehen zu lassen.

Warum Hunde mit Hüftdysplasie bei mir gut aufgehoben sind

Viele meiner Patienten sind Hunde, bei denen mehrere Dinge zusammenkommen: eine HD, eine daraus entstandene Arthrose, dazu eine Schonhaltung, die über Monate Muskulatur abgebaut hat. Manche sind durch lang anhaltende Schmerzen berührungsempfindlich geworden, manche im Umgang schwierig. Auch das ist für mich kein Hindernis.

Manche Hunde rechnen bei jeder Berührung an der Hinterhand vorsorglich mit Unbehagen und spannen an, auch wenn der akute Schmerz längst nachgelassen hat. Diese Anspannung hält die Schonhaltung am Leben. Mein Hintergrund aus Pflege und Verhaltensarbeit hilft mir, mit solchen Hunden umzugehen: Ich arbeite so, dass der Hund Berührung wieder als ungefährlich erlebt, bevor ich Belastung aufbaue.

Ich arbeite befundorientiert. Das heißt: Ich behandle nicht „die Hüftdysplasie“, sondern diesen Hund, mit seiner Geschichte, seinen Kompensationen und seinem Tempo. Eine Behandlung, die einen Hund überfordert, baut nichts auf, sie verfestigt die Schonhaltung. Wo es sinnvoll ist, beziehe ich dich aktiv ein: einfache Übungen für zuhause, Beobachtungsaufträge, Hinweise zur Alltagsgestaltung. Wenn die ganze Familie mitziehen will, vom Kind bis zu den Großeltern, umso besser.

Mobile Hundephysiotherapie im Volmetal bei Hüftdysplasie

Mein Standort in Hagen-Dahl liegt zentral im Volmetal. Die Orte direkt im Tal erreiche ich in wenigen Minuten, Breckerfeld und Schalksmühle in rund einer Viertelstunde, Halver und Lüdenscheid etwas weiter. Für Hunde, denen das Einsteigen ins Auto schwerfällt oder die nach einer Hüft-OP nicht gehoben werden sollen, biete ich Hausbesuche im Volmetal und der näheren Umgebung an. Gerade bei Hüftproblemen ist das ein Vorteil, weil unnötiges Heben und Erschüttern wegfällt.

Hausbesuche werden persönlich abgesprochen, weil die Anfahrt individuell eingeplant werden muss. Am einfachsten ist es, wenn du mich direkt anrufst, eine WhatsApp schickst (gerne mit einem kurzen Video deines Hundes in Bewegung) oder mir eine Mail schreibst.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine Hüftdysplasie beim Hund?

Typisch sind Schwierigkeiten beim Aufstehen, ein unsicheres oder schwankendes Gangbild in der Hinterhand, Unwilligkeit beim Springen und Treppensteigen sowie ein hoppelnder Gang mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig. Häufig baut die Muskulatur an der Hinterhand ab. Eine sichere Diagnose stellt immer die Tierärztin oder der Tierarzt, in der Regel über ein Röntgen.

Die Fehlentwicklung des Gelenks lässt sich nicht rückgängig machen. Mit der richtigen Begleitung lassen sich Beschwerden aber gut beherrschen. Ein passendes Gewicht, angepasste Bewegung und gezielter Muskelaufbau können dem Hund über lange Zeit einen aktiven Alltag ermöglichen.

Nein. Viele Hunde kommen mit konservativer Begleitung gut zurecht. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt von Alter, Befund und Beschwerden ab und entscheidet die Tierarztpraxis. Beide Wege brauchen danach eine kräftige Muskulatur, bei deren Aufbau die Physiotherapie unterstützen kann.

Die Hüftdysplasie ist die Fehlentwicklung des Gelenks und damit die Ursache. Die Arthrose ist der Gelenkverschleiß, der im Lauf der Zeit fast immer daraus entsteht, also die Folge. Mehr dazu auf der Seite zur Arthrose beim Hund.

Physiotherapie kann das Gelenk nicht verändern, aber die stützende Muskulatur kräftigen, Schonhaltungen auflösen und die Beweglichkeit unterstützen. Eine gut bemuskelte Hüfte entlastet das lockere Gelenk und macht den Alltag leichter. Die Behandlung richtet sich immer am individuellen Befund aus.

Regelmäßige, kontrollierte Bewegung ist wichtig, um Muskulatur zu erhalten. Mehrere kurze, ruhige Runden sind meist besser als eine lange Tour. Belastungsspitzen wie Sprünge oder wildes Toben sollten vermieden werden. Wie viel im Einzelfall guttut, lässt sich an der Reaktion des Hundes nach der Bewegung ablesen.

Wenn sich das Bewegungsverhalten dauerhaft verändert, dein Hund schwerer aufsteht, in der Hinterhand unsicher wirkt oder du Schmerzen vermutest, gehört das tierärztlich abgeklärt. Die Physiotherapie baut auf dieser Diagnostik auf.

Eine vollständige Einschätzung der Hüfte geht nur am Hund – ich muss tasten, die Beweglichkeit prüfen und das Gangbild in echt sehen. Aber du musst den ersten Schritt nicht allein machen: Wenn du unsicher bist, ob sich der Aufwand lohnt oder ob dein Hund die Anfahrt überhaupt gut verkraftet, ruf mich an oder schreib mir – wir besprechen deine Fragen unverbindlich, und du entscheidest dann in Ruhe. Ein kurzes Video von deinem Hund in Bewegung kannst du mir vorab gern schicken: Es hilft mir, unseren Ersttermin gezielt vorzubereiten. Das nimmt vielen die Sorge, etwas falsch zu machen oder umsonst loszufahren.

Weitere Fragen zu Ablauf, Preisen und Methoden beantworte ich auf der ausführlichen FAQ-Seite.

Ersttermin buchen oder Frage stellen

Manchmal sind es kleine Dinge, die sich über Wochen zeigen: ein Hund, der morgens länger zum Aufstehen braucht, in der Hinterhand wackelig wirkt oder nicht mehr ins Auto springen mag. Wenn du unsicher bist, ob das noch zum Alter passt oder ob die Hüfte dahintersteckt, ist der erste Schritt die tierärztliche Abklärung. Steht die Diagnose, kann eine physiotherapeutische Einschätzung helfen, das Gesamtbild einzuordnen und den nächsten Schritt zu planen.

Du erreichst mich per Telefon, WhatsApp, E-Mail oder über das Kontaktformular. Den Ersttermin in Hagen-Dahl kannst du direkt online buchen, Hausbesuche spreche ich gerne persönlich mit dir ab

WhatsApp
0151-17768542
Anrufen
0151-17768542
E-Mail
hundephysio-rummenholl@t-online.de
Termine
nur nach Vereinbarung

Du suchst Unterstützung für einen Hund mit HD in Hagen oder im Volmetal? Wie ich arbeite und was ich anbiete, steht auf der Startseite der Hundephysiotherapie Rummenholl.

Weiterlesen:

Arthrose beim Hund – die Folge, die fast immer aus einer HD entsteht Physiotherapie für Seniorenhunde – wenn aus der HD im Alter eine Arthrose geworden ist Unterwasserlaufband für Hunde – Muskelaufbau unter Entlastung der Hüfte

Lena Rummenholl – Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl

Ich bin staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege — zunächst im Krankenhaus, anschließend fünf Jahre in der Reha-Klinik Hagen-Ambrock, heute weiterhin in der Altenpflege sowie als Praxisanleiterin in der Ausbildung von Pflegefachkräften.

Mit der Arbeit an Hunden habe ich 2018 begonnen. Am DIFT Lünen absolvierte ich die Ausbildungen zur zertifizierten Hundetrainerin, zur zertifizierten Hundephysiotherapeutin sowie zur zertifizierten vet. Akupunkteurin / Hund nach TCVM (nach Dr. med. vet. U. Petermann). Dazu die Hundechiropraktik an der Tierhelden Akademie Viersen und die Steinfurter Pädagogik-/Therapiebegleithund-Methode (M.I.T.T.T., Rheine / TBD e.V.). Die Ausbildung in Hundeosteopathie absolviere ich derzeit am DIFT Lünen. Für die Hundeausbildung liegt mir die behördliche Erlaubnis nach §11 Abs. 1 Nr. 8f TierSchG der Stadt Hagen vor.

Rehabilitation nach Operationen, chronische Erkrankungen und Schmerz sind mein Berufsalltag — beim Menschen wie beim Hund. Ich habe vier eigene Hunde und weiß, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Tier auf Behandlung angewiesen ist.

Alle Zertifikate und Ausbildungsnachweise sind auf Wunsch einsehbar.

Mehr über mich → · Ersttermin buchen · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Alle Quellen wurden am 27.06.2026 einzeln verifiziert.

Reha & Behandlung

Dycus DL, Levine D, Esteve Ratsch B, Marcellin-Little DJ (2022): Physical Rehabilitation for the Management of Canine Hip Dysplasia: 2021 Update. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, 52(3):719–747. DOI: 10.1016/j.cvsm.2022.01.012. PMID: 35465906 – Reha-Übersichtsarbeit: konservativ und nach OP; Ziele sind Schmerzlinderung, Verbesserung der Hüft-Beweglichkeit sowie Aufbau und Erhalt der Muskelmasse.

Gewicht & konservativer Verlauf

Willemsen K, Möring MM, Harlianto NI, Tryfonidou MA, van der Wal BCH, Weinans H, Meij BP, Sakkers RJB (2021): Comparing Hip Dysplasia in Dogs and Humans: A Review. Frontiers in Veterinary Science, 8:791434. DOI: 10.3389/fvets.2021.791434 – Übersichtsarbeit Hund und Mensch; Einordnung des Körpergewichts als zentraler konservativer Faktor (Größenordnung: rund 10 % Gewichtsreduktion mit spürbarer Linderung verbunden).

Grundlagen Bewegungsapparat

Hohmann M (Hrsg.) (2018): Bewegungsapparat Hund. 2., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Thieme. Kapitel „Häufige Erkrankungen von Hüftgelenk und Femur“.

Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnostik oder Schmerztherapie. Bei akuten Beschwerden, plötzlicher Lahmheit oder Lähmungserscheinungen wende dich zuerst an eine Tierarztpraxis oder Tierklinik.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026