Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl
Reha, Schmerz, Neurologie und Seniorenhunde – auch bei Hunden, die Berührung schwer zulassen. In Hagen-Dahl und mobil im Volmetal
Mein Weg zum Hund ist kein klassischer. Reha, Krankheit und Alter sind seit meinem Berufseinstieg mein Thema, lange bevor der erste Patient auf vier Beinen stand: erst am Menschen, in der Pflege und über Jahre als Pflegedienstleitung. Seit 2018 arbeite ich mit Hunden, und das medizinische Fundament ist dasselbe geblieben, nur die Patienten sind andere.
Ich behandle nicht nur den Befund, sondern den Hund, der vor mir steht. Drei Dinge kommen dabei zusammen: das medizinische Verständnis aus der Humanmedizin, die Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin und das, was ich als Hundetrainerin und in der Therapiebegleithundearbeit über Hunde gelernt habe – wie ich an genau diesen Hund herankomme.
Schmerz und Angst sehen sich ähnlich. Beides kann dazu führen, dass ein Hund beim Abtasten zurückzuckt oder sich entzieht. Ich nehme mir die Zeit herauszufinden, woran es liegt, und gehe entsprechend ran: Manchmal ist es Raum und Geduld, manchmal klare Führung.
Mein Standort liegt in Hagen-Dahl. Ich arbeite mobil im Volmetal und der näheren Umgebung.
Lena Rummenholl – Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl
Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege, weiterhin in der Altenpflege tätig, am Menschen und als Praxisanleiterin. Die Arbeit mit Hunden begann 2018 mit der Steinfurter Pädagogik-/Therapiebegleithund-Methode (M.I.T.T.T., Rheine / TBD e.V.), gefolgt von den Ausbildungen am DIFT Lünen zur zertifizierten Hundetrainerin und zertifizierten Hundephysiotherapeutin sowie zur zertifizierten vet. Akupunkteurin / Hund TCVM, dazu die Hundechiropraktik (Tierhelden Akademie Viersen); die Hundeosteopathie absolviere ich derzeit am DIFT Lünen.
Schwerpunkt: Reha nach OP (Kreuzband und andere Eingriffe am Bewegungsapparat), Arthrose, neurologische Fälle und Seniorenhunde – auch bei ängstlichen oder schmerzempfindlichen Hunden, die Berührung schwer zulassen.
Alle Zertifikate und Ausbildungsnachweise können auf Wunsch eingesehen werden.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Welche Hunde kommen zu mir – und wie arbeite ich?
Schwerpunkt: Bewegungseinschränkungen, Schmerz und Reha
Die meisten Hunde kommen zu mir, weil sich etwas an ihrer Bewegung verändert hat: Reha nach einer Kreuzband-OP, Arthrose, Hüft- oder Ellenbogendysplasie, Bandscheibenvorfall, Seniorenhunde mit nachlassender Belastbarkeit. Das ist meine tägliche Arbeit: Hunde mit Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und langen Reha-Verläufen wieder in Bewegung bringen – im Tempo, das ihr Körper zulässt.
Hier hilft mir der medizinische Hintergrund. Ein Reha-Verlauf nach OP ist kein gerader Weg, und ich erkenne früh, wann Belastung gut tut und wann sie zu früh kommt.
Was mich zusätzlich unterscheidet: Ich arbeite auch mit den Hunden, die es nicht leicht machen. Aus meiner Hundetrainerausbildung und der Therapiebegleithundearbeit weiß ich, wie sich Schmerz, Angst und erlernte Abwehr unterscheiden – und arbeite entsprechend: kein erzwungenes Berühren, Pausen, Tempo vom Hund vorgegeben. Wenn dein Hund unsicher ist oder schlechte Erfahrungen gemacht hat, sag mir das vorher. Der erste Termin kann auch ein reines Kennenlernen sein, ohne dass ich den Hund anfasse.
Oft spüren Halter:innen früher als jeder Befund, dass etwas nicht stimmt. Hunde jammern selten – sie verändern ihre Bewegung. Woran du das erkennst, zeige ich dir hier: Bewegungsveränderung beim Hund.
Vom Welpen bis zum Senior
Ich begleite Hunde in jedem Lebensabschnitt – vom Welpen über den jungen Sporthund bis zum alten Senior mit chronischen Beschwerden.
Mit Züchter:innen arbeite ich gerne zusammen: ungünstige Lage im Mutterleib, schwierige Geburt, auffällige Körperhaltung – vieles lässt sich im frühen Welpenalter gut einschätzen.

Meine Hunde
Vier Hunde leben mit uns, und keiner von ihnen war geplant. Jeder erzählt eine andere Geschichte, und jeder hat mir etwas beigebracht, das ich heute in meiner Arbeit nutze.
Vila – dank ihr bin ich Pflegestellenversagerin geworden
Vila kam aus dem Ausland, frisch operiert, ein Bein amputiert nach einem Autounfall. Beim SOS-Transport hatte niemand sie reserviert. Sechs Stunden später war sie bei uns. Was als Pflegestelle gedacht war, wurde ein Zuhause. Was in ihr steckt, weiß niemand genau. Ich tippe auf Pinscher.
Vila zeigt mir jeden Tag, was es heißt, mit drei Beinen das volle Leben zu führen. Sie kompensiert, sie passt sich an, und sie zeigt mir, wo die Grenzen einer solchen Kompensation liegen. Ihre Geschichte erzähle ich dir vielleicht später einmal ausführlicher. Sie hat es verdient.
Junior – der ungeplante Senior
Junior ist reinrassiger Jack Russell und lebt seit zwölf Jahren bei uns — damals ein junger Hund, heute mit beginnender Demenz. Er kam zu uns, als wir eigentlich nur Körbchen und Futter ins Tierheim Hagen bringen wollten, nachdem unsere Jacky mit 18 Jahren gestorben war. Er war so stürmisch, ein kleiner Spaziergang reichte, und dann war er da.
Heute steht Junior manchmal mitten auf dem Rasen und weiß nicht mehr, wo er reinkommen soll. Ich gehe zu ihm, drehe ihn sanft in die richtige Richtung, und dann findet er den Weg. Er erinnert mich täglich daran, was Senior:innen brauchen: nicht weniger, sondern anders. Struktur. Geduld. Vertrauen.
Lotti – Sockensammlerin mit Dobby-Energie
Lotti ist zu 75 % Australian Shepherd und zu 25 % Labrador. Sie sammelt Socken wie Dobby aus Harry Potter — und hat auch dessen Energie und Loyalität.
Mit ihr habe ich Teile der Therapiebegleithund-Ausbildung gemacht, die Prüfung steht noch aus. Lotti zeigt mir, wie funktionelle Bewegung bei einem fitten, jungen Hund aussieht: was Belastbarkeit ist, wo Grenzen liegen, wie viel Bewegung gut tut und wann sie kippt.
Snickers – der chillige Rudelführer
Snickers ist Jack-Russell-Mischling, kam ebenfalls aus dem Tierschutz und ist der Rudelführer, wenn ich nicht da bin.
Er war als Therapiebegleithund im Einsatz — hat Bingo gespielt, beim Mensch-ärgere-dich-nicht gewürfelt und vielen Senior:innen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Jetzt ist er im Ruhestand, mit der Ruhe und Souveränität, die man von einem alten Hasen erwartet.
Snickers hat mir gezeigt, was es heißt, einen Hund als Therapeutikum zu verstehen: nicht als Streicheltier, sondern als souveränen, klaren Partner in einem ernsten Kontext. Diese Haltung nehme ich mit in jede Behandlung, auch ohne dass Snickers selbst dabei ist.
Wenn du bis hierher gelesen hast, liegt dir dein Hund am Herzen. Du musst nicht gleich einen Termin buchen – wenn du unsicher bist, ob dein Hund zu mir passt oder ob Physiotherapie gerade sinnvoll ist, schreib oder ruf einfach an. Oft reicht ein kurzer Austausch oder ein kurzes Video für eine erste Einschätzung.
Engagement
Neben meiner Arbeit mit Patienten engagiere ich mich in drei Vereinen, die mir wichtig sind.
Im Hagen-Volmetaler Teckelklub e.V. leite ich ehrenamtlich Physio-Sport-Gruppen. Es geht dort um Prävention durch frühen, funktionellen Muskelaufbau, für alle Rassen, nicht nur für Dackel. Seit März 2025 bin ich außerdem als Hundeausbilderin im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. zugelassen – einer Rasse, die in meiner Arbeit als Hundephysiotherapeutin besonders häufig vorkommt.
Bei S.O.S. Vergessene Pfoten e.V. Hagen kümmert man sich um Hunde, die niemand mehr auf dem Schirm hatte. Das ist etwas, was mir besonders nahe geht, auch deshalb, weil Vila aus genau diesem Kontext kam.
Im Verein High Five – Hunde für Menschen e.V. in Schwerte bin ich Mitglied. High Five begleitet aktiv Alten- und Behinderteneinrichtungen mit Besuchshunden. Aktuell bin ich dort nur sehr eingeschränkt aktiv, weil mehrere Weiterbildungen parallel laufen. Sobald die durch sind, steige ich wieder regelmäßig ein.
Qualifikationen
Medizinische Grundlage
- Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
- Seit 2008 in der Pflege tätig – Ausbildung im Krankenhaus, fünf Jahre Reha-Klinik Hagen-Ambrock, anschließend erst stellvertretende dann Pflegedienstleitung in der Altenpflege
- Weiterhin in der Altenpflege tätig, am Menschen und als Praxisanleiterin
Ausbildungen mit Abschluss
- Therapiebegleithundearbeit nach der Steinfurter Pädagogik-/Therapiebegleithund-Methode (M.I.T.T.T., Rheine / TBD e.V.) – Abschluss mit schriftlicher, praktischer und videodokumentierter Prüfung
- Zertifizierte Hundetrainerin, 500 UE (DIFT Lünen) – Abschluss mit schriftlicher, mündlicher und praktischer Prüfung
- §11 TierSchG – behördliche Erlaubnis zur Hundeausbildung nach §11 Abs. 1 Nr. 8f TierSchG, erteilt von der Stadt Hagen
- Zertifizierte Hundephysiotherapeutin, 432 UE (DIFT Lünen) – Abschluss mit schriftlicher und praktischer Prüfung
- Zertifizierte vet. Akupunkteurin / Hund, 210 UE (DIFT Lünen) – Abschluss mit schriftlicher, mündlicher und praktischer Träger-Abschlussprüfung
- Hundechiropraktik (Tierhelden Akademie GmbH, Viersen) – Abschlusszeugnis, erfolgreich bestanden
- Osteopathie Hund (DIFT Lünen) – Ausbildung laufend
Fortbildungen
- Kinesiologisches Hundetaping (Tape4fur + DIFT Lünen)
- Hydrotrainer am Unterwasserlaufband (Huffys Fit)
- Erste Hilfe am Hund (DIFT Lünen)
- Sportphysiotherapie (DIFT Lünen)
Alle Zertifikate und Ausbildungsnachweise können auf Wunsch eingesehen werden.
Was beim Ersttermin passiert
Der erste Termin dauert bis zu 90 Minuten und kann bei mir in Hagen-Dahl oder als Hausbesuch stattfinden. Wir nehmen uns Zeit: Ich höre mir die Vorgeschichte deines Hundes an, schaue mir vorliegende tierärztliche Befunde an, beobachte das Gangbild und taste in Ruhe ab. Daraus ergibt sich, was deinem Hund gerade guttut und wie ein Behandlungsplan aussehen kann.
Am Ende zeige ich dir die ersten Übungen für zu Hause. Gerade bei ängstlichen Hunden darf der erste Termin auch ein reines Kennenlernen sein, ohne dass ich anfasse. Wie der Termin Schritt für Schritt abläuft, liest du auf der Seite Ablauf; alle Preise findest du auf der Seite Preise.
Häufige Fragen zu meiner Arbeit als Hundephysiotherapeutin
Was bringt mir ein medizinischer Hintergrund bei der Hundephysiotherapie?
Die humanmedizinische Pflegeausbildung gibt mir die anatomische und physiologische Grundlage, die für Reha-Verläufe entscheidend ist. Für die Arbeit am Hund qualifizieren mich die Ausbildungen ab 2018: Therapiebegleithundearbeit, Hundetrainerin, Hundephysiotherapeutin, Veterinärakupunktur TCVM, Hundechiropraktik und die laufende Osteopathie-Ausbildung. Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt sie nicht.
Arbeitest du auch mit Hunden, die beim Anfassen schnappen oder beißen?
Ja. Ein Hund, der schnappt, zeigt meistens, dass er Schmerzen hat oder schlechte Erfahrungen gemacht hat — nicht, dass er gefährlich ist. Ich nehme es ihm nicht übel und arbeite nicht gegen das Verhalten, sondern damit. Maulkorb mitbringen, wenn dein Hund das kennt, und mir vorher sagen, was er nicht mag. Den Rest klären wir gemeinsam.
Was ist der Unterschied zwischen Hundephysiotherapie und Hundeosteopathie?
Beide arbeiten am Bewegungsapparat, setzen aber unterschiedlich an. Physiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und arbeitet befundorientiert: Sie verbessert Beweglichkeit, Muskulatur und Schmerzsituation über aktive Übungen, manuelle Techniken und gezieltes Training – oft über mehrere Termine und mit Übungen für zu Hause. Osteopathie ist ein eigener manueller Ansatz, der Spannungs- und Bewegungsmuster im ganzen Körper behandelt. Ich nutze osteopathische Techniken und chiropraktische Elemente ergänzend innerhalb meiner physiotherapeutischen Arbeit, biete aber noch keine reine Osteopathie an.
Wie weit fährst du für einen Hausbesuch?
Mein Einzugsgebiet umfasst Hagen, das Volmetal, Halver, Schalksmühle, Breckerfeld, Lüdenscheid und die nähere Umgebung. Mein Standort in Hagen-Dahl liegt zentral im Volmetal. Die Orte direkt im Tal erreiche ich in wenigen Minuten, Breckerfeld und Schalksmühle in rund einer Viertelstunde, Halver und Lüdenscheid etwas weiter. Hausbesuche werden nach Absprache vereinbart – am besten per Telefon, WhatsApp oder E-Mail.
Was mache ich, wenn kein Termin mehr frei ist oder es meinem Hund plötzlich schlechter geht?
Einfach eine kurze WhatsApp schicken — ich schaue auch am Wochenende rein und melde mich. Bei einem echten Notfall (Lähmungserscheinungen, plötzlicher Kontrollverlust über Harn/Kot, starke Schmerzen) ist die Tierklinik die erste Adresse.
Für alles dazwischen: melde dich einfach. Schmerzen kennen keine Öffnungszeiten — das weiß ich aus der Pflege.
Kontakt
Lena Rummenholl – Hundephysiotherapie · Schliggenstraße 7, 58091 Hagen-Dahl
Wenn du unsicher bist, ob dein Hund Unterstützung braucht, melde dich gern. Oft reicht ein kurzer Austausch oder ein Video für eine erste Einschätzung. Preise findest du auf der Preisseite, den Ablauf habe ich auf der Ablaufseite beschrieben.
Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnostik oder Schmerztherapie.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026