Physiotherapie für Seniorenhunde in Hagen und im Volmetal

Irgendwann steht der Hund nach dem Aufstehen einen Moment, bevor er losläuft. Die Runde wird kürzer. Der Sprung ins Auto kommt zögerlicher, oder nur noch von einer Seite.

Viele Halter:innen ordnen das als „er wird halt alt“ ein. Das stimmt oft und ist trotzdem nur die halbe Geschichte. Hinter dem langsameren Aufstehen kann Steifheit stecken, aber auch Schmerz oder fehlende Muskulatur. Was davon zutrifft, lässt sich einschätzen. Und an einigem lässt sich arbeiten.

Hier das Wichtigste vorab: 

  • Physiotherapie heilt das Alter nicht. Sie kann helfen, vorhandene Bewegung so lange wie möglich zu erhalten und den Alltag sicherer zu machen.
  • Seit 2008 arbeite ich in der Reha und Pflege. In der Hundephysiotherapie begleite ich ältere Hunde befundorientiert und in ihrem Tempo.
  • Auch ohne klare Diagnose – wenn du merkst, dass sich etwas verändert hat, ist ein Termin sinnvoll.
  • Hausbesuche im Volmetal möglich – für viele Senioren die ruhigere Wahl.

Lena Rummenholl – Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl. Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege. Zertifizierte Hundephysiotherapeutin und Hundetrainerin (DIFT Lünen), zertifizierte vet. Akupunkteurin / Hund (TCVM, DIFT Lünen), Hundechiropraktik (Tierhelden Akademie Viersen), Hundeosteopathie in Ausbildung. Schwerpunkt: Seniorenhunde, Arthrose und altersbedingte Bewegungseinschränkungen. Mehr über mich → · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Was bedeutet Physiotherapie für einen alten Hund?

Physiotherapie für Seniorenhunde ist eine an Befund und Tagesform angepasste Begleitung, die im Alter nachlassende Beweglichkeit, Kraft und Sicherheit so lange wie möglich erhalten soll. Es geht selten um Wiederherstellung, meistens um Erhalt. Das ist eine klare Aufgabe, und sie ist machbar.

Beweglichkeit hängt beim alternden Hund eng mit Lebensqualität zusammen. Ein Hund, der sich sicher bewegt, bleibt länger am Leben beteiligt. Er kommt mit, wenn etwas los ist, und traut sich mehr zu. Genau hier setzt physiotherapeutische Arbeit an (Frye et al. 2022).

Was verändert sich im Alter wirklich?

Mit den Jahren verschieben sich mehrere Dinge gleichzeitig, und sie hängen zusammen.

Muskulatur. Alte Hunde verlieren Muskelmasse, auch ohne Erkrankung. Der Fachbegriff dafür ist Sarkopenie: altersbedingter Abbau magerer Körpermasse, unabhängig von einer Krankheit (Freeman 2012). Das Tückische daran ist, dass man es von außen kaum sieht. In einer Untersuchung an gesunden Labradoren hatten die alten Hunde bei normalem Körperzustand trotzdem messbar weniger Muskelfläche als die jungen (Hutchinson et al. 2012). Weniger Muskel bedeutet weniger Halt für die Gelenke, weniger Kraft beim Aufstehen, schnellere Erschöpfung.

Gelenke. Arthrose und altersbedingte Gelenkveränderungen sind bei Seniorenhunden häufig. Sie führen zu Steifheit, einem „eingelaufenen“ Gang nach Ruhephasen und zu Bewegungen, die der Hund anfängt zu vermeiden.

Gleichgewicht und Körperwahrnehmung. Die Fähigkeit, die eigene Position im Raum zu spüren und auszubalancieren, lässt im Alter nach. Messungen auf Druckplatten zeigen: Senior-Hunde stützen ihr Gleichgewicht deutlich stärker auf das Sehen als erwachsene Hunde, und ihre Verarbeitung von Tiefensensibilität ist schlechter (Lutonsky et al. 2025a). Das erklärt, warum manche Senioren unsicher stehen und auf glattem Boden wegrutschen. Gerade daran lässt sich arbeiten.

Kopf und Verhalten. Nicht jede Veränderung im Alter hat mit dem Bewegungsapparat zu tun. Manche kommen vom Kopf. Dazu unten mehr, weil dieser Punkt oft übersehen wird.

Diese Dinge hängen zusammen, statt einzeln nebeneinanderzustehen. Weniger Bewegung führt zu weniger Muskel, weniger Muskel zu mehr Beschwerden im Bewegungsapparat, und das wiederum zu noch weniger Bewegung (McKenzie et al. 2022).

Woran erkenne ich, dass mein Seniorhund Unterstützung braucht?

Hunde zeigen Schmerz und Unsicherheit selten offen. Sie passen sich an, und das macht die frühen Zeichen leicht zu übersehen. In einer Befragung von 530 Hundehaltenden und 117 Menschen ohne Hund wurde ein Hund, der hüpfte und ein Bein hochhielt, fast von allen als schmerzhaft eingeschätzt. Bei einem Hund, der stattdessen ständig hinter seinen Menschen herlief, nachts unruhig war und sich nicht mehr eingerollt hinlegte, sah nur gut die Hälfte Schmerz als Ursache. Ob jemand selbst einen Hund hatte, machte dabei kaum einen Unterschied (Gardeweg et al. 2026). Aus meiner Arbeit kenne ich vor allem diese Zeichen:

  • Der Hund steht nach dem Aufstehen kurz, bevor er losläuft.
  • Treppen oder der Sprung aufs Sofa werden langsamer, vorsichtiger oder gar nicht mehr genommen.
  • Die gewohnte Runde wird kürzer, der Hund bleibt häufiger stehen.
  • Ein Bein wird minimal entlastet – kaum sichtbar, aber spürbar.
  • Der Hund wird bei Berührung an bestimmten Stellen empfindlicher oder gereizter.
  • Er zieht sich zurück, schläft tagsüber mehr, ist nachts unruhiger.

Diese Zeichen schleichen sich über Monate ein. Im Rückblick sagen mir Halter:innen oft, das habe sich so langsam entwickelt, dass sie es kaum bemerkt hätten. Das ist kein Vorwurf, das liegt in der Natur der Sache.

Mehr dazu, wie du Veränderungen früh einordnen kannst, auf der Seite Wenn sich die Bewegung deines Hundes verändert.

Was hat das Verhalten mit dem Alter zu tun?

Bei alten Hunden gehören Körper und Kopf zusammen. Zwei Dinge sind hier wichtig.

Erstens: Schmerz äußert sich beim Senior häufig als Verhaltensänderung. Ein Hund, der reizbarer wird, sich zurückzieht oder bei Berührung schnappt, hat oft nicht „Altersstarrsinn“, sondern Schmerz. Damit gehe ich um, statt es zu übergehen.

Zweitens: Manche Veränderungen kommen vom Gehirn selbst. Eine altersbedingte kognitive Störung ist bei alten Hunden häufig und wird regelmäßig nicht erkannt, weil die Zeichen als normales Altern durchgehen (Kim & Hao 2025). Typische Zeichen: Orientierungslosigkeit in der vertrauten Umgebung, gestörter Tag-Nacht-Rhythmus, nächtliche Unruhe, verändertes Sozialverhalten.

Seit Ende 2025 gibt es dafür erstmals internationale tierärztliche Leitlinien. Sie empfehlen, ab sieben Jahren alle sechs bis zwölf Monate auf Verhaltenszeichen zu screenen und ab zehn Jahren alle sechs Monate eine Demenz-Skala zu erheben (Olby et al. 2026). Das ist Sache deiner Tierärztin oder deines Tierarztes. Ich kann dir sagen, was mir auffällt, und dir raten, es abklären zu lassen.

Physiotherapie behandelt keine Demenz. Aber eine ruhige, strukturierte Bewegungsroutine tut vielen dieser Hunde gut. Und wer den Schmerz erkennt und angeht, verbessert manchmal genau die Signale, die als „der wird halt wunderlich“ abgetan wurden. Wenn ich bei einem alten Hund den Verdacht auf eine kognitive Veränderung habe, sage ich dir das und rate zur tierärztlichen Abklärung.

Zum Zusammenhang von Bewegung und Kopf gibt es eine große Auswertung aus dem Dog Aging Project: Bei 11.574 Hunden zwischen sechs und achtzehn Jahren lagen die körperlich aktiveren Hunde seltener über der Schwelle für eine kognitive Störung (Bray et al. 2023). Was diese Studie nicht sagen kann: ob Bewegung schützt oder ob Hunde mit beginnender Demenz einfach weniger laufen. Die Autoren schreiben das selbst dazu. Für den Alltag heißt das: Bewegung im machbaren Rahmen zu erhalten, ist vernünftig. Ein Versprechen ist es nicht.

Bei mir lebt Junior, ein zwölfjähriger Jack Russell. Körperlich merkt man ihm sein Alter kaum an. Wenn er rennt, rennt er wie ein Junghund. Aber er schläft fast den ganzen Tag, und er ist dement.

Was das im Alltag bedeutet: Er geht mit den anderen aus unserem kleinen Rudel auf die Wiese zum Toben. Während alle schon wieder drin sind und auf ihr Futter warten, steht Junior desorientiert auf dem Rasen und findet nicht mehr den Eingang über die Terrasse. Er meldet sich dann lautstark. Entweder antwortet einer der anderen Hunde und geht zur Balkontür, oder einer von uns geht hin und holt ihn behutsam ab. Er ist auch sehr personenfixiert geworden und hängt einem von uns den ganzen Tag am Hintern. Das ist eine typische Verhaltensänderung bei älteren Hunden mit kognitiver Dysfunktion: Sie verlangen vermehrt nach Aufmerksamkeit und Nähe.

Er erinnert mich täglich daran, was alte Hunde brauchen: nicht weniger, sondern anders:

  • klarere Ankündigung von Berührung und Bewegung
  • langsamere Übergänge zwischen einzelnen Abläufen
  • kürzere, dafür häufigere Einheiten
  • Belastung nach Tagesform statt nach Plan
  • eine Umgebung, die Sicherheit gibt statt fordert

Was kann Physiotherapie beim alten Hund erreichen – und was nicht?

Realistisch ist: Beweglichkeit erhalten oder stellenweise verbessern, Muskulatur stützen und den altersbedingten Abbau verlangsamen, sichere Bewegungsabläufe fördern, Schonhaltungen ausgleichen. Körperwahrnehmung und Gleichgewicht lassen sich trainieren: In einer kontrollierten Untersuchung verbesserte ein vierwöchiges propriozeptives Training die Standsicherheit messbar (Lutonsky et al. 2025b). Untersucht wurden dabei überwiegend gesunde Hunde, keine Senioren. Die Übertragung auf alte Hunde ist naheliegend, aber nicht bewiesen. Ich sage dir lieber das, als dir mehr zu versprechen.

Nicht realistisch ist, das Alter rückgängig zu machen. Physiotherapie ersetzt keine tierärztliche Diagnostik, keine Operation und keine medikamentöse Schmerztherapie. Sie ist eine Ergänzung. Was ich aus der Pflege mitbringe, ist ein nüchterner Blick darauf, was geht und was nicht. Und die Bereitschaft, dir das ehrlich zu sagen.

Wenn das Sehen nachlässt, wird Bewegung unsicherer

Alte Hunde gleichen nachlassende Tiefensensibilität über die Augen aus. Fällt die visuelle Kontrolle weg, wird ihr Stand deutlich unsicherer als bei jüngeren Hunden (Lutonsky et al. 2025a). Das ist der Grund, warum manche Senioren in der Dämmerung zögerlicher laufen, an Stufen anhalten oder sich nur noch langsam drehen.

Im Alltag helfen ein paar unspektakuläre Dinge:

  • Möbel und Näpfe stehen lassen, wo sie stehen. Umräumen kostet einen alten Hund Sicherheit.
  • Licht an, wenn es dämmert – auch auf dem Weg in den Garten.
  • Rutschfeste Läufer auf glatten Böden. Die aktuellen Leitlinien zur Seniorversorgung empfehlen genau das ausdrücklich (Dhaliwal et al. 2023).
  • Der gewohnte Weg statt der interessanten neuen Runde. Vertrautes Gelände ist für einen Hund mit nachlassenden Sinnen leichter zu lesen.

Wenn dein Hund schlechter sieht oder hört, sag mir das beim Ersttermin.
Es verändert, wie ich mit ihm arbeite. Ich kündige mich dann durch Berührung an, statt von hinten zu kommen, und gehe langsamer von einem Griff zum nächsten.

Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Fritz, 18 Jahre

Seniorenhund Fritz, 18 Jahre alt, sitzend auf einer Blumenwiese – lebensfroh, aber sichtbar gealtert, seit über einem Jahr in physiotherapeutischer Betreuung

Fritz war ein kleiner Terrier aus Hagen-Selbecke, achtzehn Jahre alt, und ich durfte ihn über ein Jahr begleiten. Als junger Hund war er kaum zu bremsen: Agility, Dogdancing, und beim Ausritt lief er treu neben dem Pferd seines Frauchens her. Es gab wenig, was er ausgelassen hat.

Als er zu mir kam, lahmte er vorne, der rechte Ellenbogen war angeschwollen. Seitdem haben wir regelmäßig zusammengearbeitet. Es ging um Beweglichkeit, vor allem aber darum, seine Muskulatur zu halten und wieder aufzubauen. Sein Frauchen hat zu Hause mit ihm geübt, und das war der größere Teil der Arbeit.

Sein Frauchen sagte oft, dass er wieder besser lief als zu Beginn. Den Ton gab er nach wie vor gern an. Auf sein Alter haben wir Rücksicht genommen, das gehörte dazu. Alle zehn bis vierzehn Tage haben wir seine Muskulatur stabilisiert, damit sie nicht wieder abbaut.

Das ist Fritz‘ Verlauf. Wie ein anderer Hund darauf anspricht, lässt sich daraus nicht ableiten. Aber er zeigt, worum es bei alten Hunden geht: Das Alter lässt sich nicht wegmachen. Eine gute, bewegliche Zeit lässt sich oft erhalten.

Fritz ist inzwischen von uns gegangen. Er durfte ein langes, bewegtes Leben haben, und ich bin dankbar, dass ich ihn und sein Frauchen ein Stück begleiten durfte.

Kleine tägliche Impulse für zu Hause

Viele Seniorenhunde profitieren mehr von kurzen, regelmäßigen Einheiten als von seltenen, langen. Schon fünf bis zehn Minuten am Tag können helfen, den Muskelabbau zu bremsen und Bewegungen sicherer zu machen.

Ich zeige dir einfache, alltagsnahe Übungen, die du sicher durchführen kannst, ohne deinen Hund zu überfordern. Dazu gehören oft auch kleine Anpassungen im Zuhause: rutschfeste Läufer auf glatten Böden zum Beispiel, oder eine flache Rampe, damit dein Hund nicht mehr springen muss.

Das Unterwasserlaufband ist für viele Senioren eine gute Ergänzung: Im Wasser können Gelenke bewegt und Muskulatur aufgebaut werden, ohne dass das Eigengewicht voll getragen werden muss.

Was ich beim Wiedersehen anschaue

Bei alten Hunden ist der Verlauf wichtiger als der einzelne Termin. Genau darauf legt die Reha-Literatur für geriatrische Hunde den Schwerpunkt: beurteilen, festhalten, in Abständen erneut beurteilen (Frye et al. 2022).

Konkret schaue ich bei jedem Termin auf dieselben Punkte: Wie steht dein Hund auf? Wie lange braucht er, bis er losläuft? Nimmt er beide Seiten gleich? Wie ist der Muskeltonus im Vergleich zum letzten Mal? Was hat sich zu Hause verändert, was hat nachgelassen, was ist gleich geblieben?

Daraus wird ein Bild über Monate, kein Schnappschuss. Und daraus ergibt sich auch, wann ich sage, dass wir die Abstände vergrößern können oder dass etwas tierärztlich angeschaut gehört.

Wo bekomme ich Physiotherapie für meinen Seniorhund in Hagen und im Volmetal?

Mein Standort in Hagen-Dahl liegt zentral im Volmetal. Die Orte direkt im Tal erreiche ich in wenigen Minuten, Breckerfeld und Schalksmühle in rund einer Viertelstunde, Halver und Lüdenscheid etwas weiter.

Gerade für alte oder unsichere Hunde ist der Hausbesuch oft die bessere Wahl: keine Autofahrt, keine fremde Umgebung. Der Hund zeigt im gewohnten Umfeld mehr von dem, worum es geht, und ich kann sehen, wie er zu Hause wirklich läuft. Hausbesuche stimme ich persönlich ab.

Ich begleite Seniorenhunde ebenso wie Hunde nach Operationen, mit Bewegungseinschränkungen oder mit verhaltensbedingten Veränderungen durch Schmerz und Alter.

Warum Seniorenhunde bei mir gut aufgehoben sind

Ich bin staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und arbeite seit 2008 in Reha und Pflege, fünf Jahre davon in der Reha-Klinik Hagen-Ambrock, heute weiter in der Altenpflege. Schmerzphysiologie und der Umgang mit nachlassender Belastbarkeit sind für mich Berufsalltag, am Menschen wie am Hund.

Die Hundetrainer-Ausbildung kommt dazu: Senioren sind oft unsicher oder sensibel und brauchen ein stressarmes Vorgehen. Frühe Stress- und Schmerzsignale zu erkennen, gehört für mich zur Arbeit. Mit sehr alten, sensiblen und unsicheren Hunden habe ich viel Erfahrung, auch mit solchen, die schnappen.

Und dann ist da noch Junior, der mich täglich daran erinnert, was alte Hunde wirklich brauchen.

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Häufige Fragen zur Physiotherapie für Seniorenhunde

Lohnt sich Physiotherapie, wenn mein Hund schon sehr alt ist?

Ja. Bei Seniorenhunden geht es selten um Wiederherstellung, sondern darum, was da ist, so lange wie möglich zu erhalten. Das ist eine klare und machbare Aufgabe. Auch bei sehr alten Hunden kann eine angepasste Begleitung den Alltag spürbar erleichtern.

Ja. Nach dem Ersttermin sage ich dir, ob das, was du beobachtest, in den Bereich „erhalten und begleiten“ fällt oder ob zuerst eine tierärztliche Abklärung sinnvoll ist. Beides ist ein klares Ergebnis.

Teilweise. Solche Zeichen können auf eine altersbedingte kognitive Veränderung hindeuten, die tierärztlich abgeklärt gehört. Dafür gibt es seit Ende 2025 erstmals internationale Leitlinien. Häufig steckt aber auch Schmerz dahinter, der das Verhalten verstärkt. Genau das schaue ich mir an. Eine ruhige Bewegungsroutine tut vielen dieser Hunde gut.

Der altersbedingte Muskelabbau lässt sich oft verlangsamen. Regelmäßige, dosierte Bewegung und ein an den Hund angepasstes Heimprogramm sind dabei die wichtigsten Hebel. Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle – das ist ein Thema für deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Ja. Alte Hunde stützen ihr Gleichgewicht stärker auf das Sehen als jüngere. Lässt das Sehen nach, wird das Stehen und Drehen unsicherer. Im Alltag helfen gleichbleibende Möbelstellung, Licht in der Dämmerung und rutschfeste Läufer.

Ja, Hunde aller Größen. Bei großen, schweren Senioren geht es oft besonders um sichere Bewegungsabläufe und darum, das Aufstehen und Treppensteigen so lange wie möglich zu erhalten.

Nein. Schnappen bei Berührung ist häufig ein Schmerzsignal. Das kenne ich, und ich arbeite mich langsam heran. Bring den Maulkorb mit, wenn dein Hund ihn kennt.

Ja, im Volmetal und der näheren Umgebung. Für viele Senioren ist der Hausbesuch die ruhigere Variante – keine Fahrt, keine fremde Umgebung. Hausbesuche stimme ich persönlich mit dir ab.

Weitere Fragen zu Ablauf, Preisen und Methoden beantworte ich auf der ausführlichen FAQ-Seite: 

Unsicher, ob Physiotherapie für deinen Seniorhund sinnvoll ist?

Wähle einfach den Weg, der sich für dich am angenehmsten anfühlt. Ich sage dir ehrlich, was ich sehe und was ich für sinnvoll halte.

Lena Rummenholl – Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl

Ich bin staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege — zunächst im Krankenhaus, anschließend fünf Jahre in der Reha-Klinik Hagen-Ambrock, heute weiterhin in der Altenpflege sowie als Praxisanleiterin in der Ausbildung von Pflegefachkräften.

Mit der Arbeit an Hunden habe ich 2018 begonnen. Am DIFT Lünen absolvierte ich die Ausbildungen zur zertifizierten Hundetrainerin, zur zertifizierten Hundephysiotherapeutin sowie zur zertifizierten vet. Akupunkteurin / Hund nach TCVM (nach Dr. med. vet. U. Petermann). Dazu die Hundechiropraktik an der Tierhelden Akademie Viersen und die Steinfurter Pädagogik-/Therapiebegleithund-Methode (M.I.T.T.T., Rheine / TBD e.V.). Die Ausbildung in Hundeosteopathie absolviere ich derzeit am DIFT Lünen. Für die Hundeausbildung liegt mir die behördliche Erlaubnis nach §11 Abs. 1 Nr. 8f TierSchG der Stadt Hagen vor.

Rehabilitation nach Operationen, chronische Erkrankungen und Schmerz sind mein Berufsalltag — beim Menschen wie beim Hund. Ich habe vier eigene Hunde und weiß, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Tier auf Behandlung angewiesen ist.

Alle Zertifikate und Ausbildungsnachweise sind auf Wunsch einsehbar.

Mehr über mich → · Ersttermin buchen · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Alle Quellen wurden am 18.07.2026 einzeln verifiziert – Angaben und Inhalt.

Alter, Beweglichkeit und Lebensqualität

Frye, C., Carr, B.J., Lenfest, M. & Miller, A. (2022): Canine Geriatric Rehabilitation: Considerations and Strategies for Assessment, Functional Scoring, and Follow Up. Frontiers in Veterinary Science, 9:842458. DOI: 10.3389/fvets.2022.842458. PMID: 35280131.
McKenzie, B.A., Chen, F.L., Gruen, M.E. & Olby, N.J. (2022): Canine Geriatric Syndrome: A Framework for Advancing Research in Veterinary Geroscience. Frontiers in Veterinary Science, 9:853743. DOI: 10.3389/fvets.2022.853743. PMID: 35529834 · PMC9069128.
Dhaliwal, R., Boynton, E., Carrera-Justiz, S. et al. (2023): 2023 AAHA Senior Care Guidelines for Dogs and Cats. Journal of the American Animal Hospital Association, 59(1), 1–21. DOI: 10.5326/JAAHA-MS-7343.

Muskelabbau im Alter (Sarkopenie)

Freeman, L.M. (2012): Cachexia and Sarcopenia: Emerging Syndromes of Importance in Dogs and Cats. Journal of Veterinary Internal Medicine, 26(1), 3–17. DOI: 10.1111/j.1939-1676.2011.00838.x. PMID: 22111652.
Hutchinson, D., Sutherland-Smith, J., Watson, A.L. & Freeman, L.M. (2012): Assessment of methods of evaluating sarcopenia in old dogs. American Journal of Veterinary Research, 73(11), 1794–1800. DOI: 10.2460/ajvr.73.11.1794. PMID: 23106466.

Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Training

Lutonsky, C., Peham, C., Affenzeller, N. et al. (2025): Impact of Aging and Visual Input on Postural Stability in Dogs: Insights from Center-of-Pressure Analysis. Sensors, 25(5):1300. DOI: 10.3390/s25051300. PMID: 40096034.
Lutonsky, C., Affenzeller, N., Aghapour, M. et al. (2025): Improving postural stability through proprioceptive training in dogs. Frontiers in Veterinary Science, 12:1645875. DOI: 10.3389/fvets.2025.1645875. PMID: 40771949.

Schmerz erkennen

Gardeweg, S.M.A., Picard, D.E. & van Herwijnen, I.R. (2026): The abilities in dog pain sign recognition as assessed by presenting seventeen listed dog behavioural signs and three case descriptions to dog owners and non-dog owners. PLOS ONE, 21(4):e0344512. DOI: 10.1371/journal.pone.0344512.

Kognitive Veränderungen im Alter

Kim, S.H. & Hao, J. (2025): Recent advances in diagnostic and therapeutic strategies for canine cognitive dysfunction. American Journal of Veterinary Research, 86(8). DOI: 10.2460/ajvr.25.02.0053.
Olby, N.J., Araujo, J.A., Gruen, M.E. et al. (2026): The Canine Cognitive Dysfunction Syndrome Working Group guidelines for diagnosis and monitoring of canine cognitive dysfunction syndrome. Journal of the American Veterinary Medical Association, 264(4), 498–505. DOI: 10.2460/javma.25.10.0668 (online vorab Dezember 2025).
Bray, E.E., Raichlen, D.A., Forsyth, K.K. et al. & Dog Aging Project Consortium (2023): Associations between physical activity and cognitive dysfunction in older companion dogs: results from the Dog Aging Project. GeroScience, 45(2), 645–661. DOI: 10.1007/s11357-022-00655-8. PMID: 36129565 · PMC9886770.

Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnostik oder Schmerztherapie. Es wird kein Heilversprechen abgegeben. Maßnahmen nach einer Operation beginnen ausschließlich mit ausdrücklicher tierärztlicher Freigabe.

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026