Kreuzbandriss beim Hund – Reha & Physiotherapie in Hagen und im Volmetal
Ein Kreuzbandriss kommt selten mit einem Knall. Manche Hunde lahmen plötzlich nach einem Sprung oder einer schnellen Drehung, andere humpeln erst leicht, werden dann mal besser und mal schlechter, bis das Hinterbein über Wochen kaum noch belastet wird. Halter:innen merken oft, dass etwas nicht stimmt, bevor sie wissen, was es ist.
Der Kreuzbandriss ist eine der häufigsten Ursachen für Hinterhand-Lahmheit beim Hund. Ob operiert oder konservativ behandelt wird, entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt anhand von Größe, Alter, Aktivität und Befund des Hundes. In beiden Wegen geht es danach um dasselbe: das Gelenk wieder zu stabilisieren, Muskulatur aufzubauen und den Hund Schritt für Schritt zurück in einen belastbaren Alltag zu bringen. Genau hier setzt die Physiotherapie an – auf Grundlage der tierärztlichen Diagnose und, nach einer Operation, mit tierärztlicher Freigabe.
Auf einen Blick
Hier das Wichtigste vorab, damit du nicht erst scrollen musst:
- Der Kreuzbandriss (genauer: Riss des vorderen Kreuzbands im Knie) ist eine der häufigsten Ursachen für Hinterhand-Lahmheit beim Hund.
- Behandelt wird entweder operativ (z. B. TPLO oder TTA) oder konservativ – das entscheidet die Tierarztpraxis je nach Hund.
- Nach der OP baut die Reha das Knie über Wochen wieder auf. Der Start richtet sich nach OP-Verfahren, Wundheilung und tierärztlicher Freigabe.
- Physiotherapie kann den Heilungsverlauf unterstützen: Muskulatur aufbauen, Beweglichkeit erhalten oder verbessern, Schonhaltungen früh auflösen.
- Nach meiner Erfahrung brauchen viele Hunde Wochen bis mehrere Monate, bis sie das Bein wieder gleichmäßig belasten. Wie lange, hängt vom Behandlungsweg, vom Muskelaufbau und vom Alltag ab.
- Ersttermin bis zu 90 Minuten, mobil im Volmetal oder am Standort in Hagen-Dahl. Hausbesuche nach Absprache.
Lena Rummenholl – Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl. Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege. Zertifizierte Hundephysiotherapeutin und Hundetrainerin (DIFT Lünen), zertifizierte vet. Akupunkteurin / Hund (TCVM, DIFT Lünen), Hundechiropraktik (Tierhelden Akademie Viersen), Hundeosteopathie in Ausbildung. Schwerpunkt: Kreuzbandriss, postoperative Reha und Bewegungsrehabilitation. Mehr über mich → · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Bist du hier richtig?
Diese Seite ist für dich, wenn dein Hund nach einer Kreuzband-OP noch unsicher läuft, einen konservativ behandelten Riss hat oder wenn nach einem einseitigen Riss das zweite Knie geschützt werden soll. Auch wenn du noch gar nicht weißt, ob es das Kreuzband ist und erstmal nur einordnen möchtest, bist du nicht falsch.
Lieber einmal kurz reden, bevor du dir den Kopf zerbrichst?
Du musst nichts buchen und nichts entscheiden. Ruf mich an oder schick mir eine WhatsApp. Ich erkläre dir, wie ein Ersttermin abläuft, was ich dabei mache und was du mitbringen solltest – und ob dein Hund vorher noch in die Tierarztpraxis gehört. Unverbindlich.
Was ist ein Kreuzbandriss beim Hund?
Der Kreuzbandriss ist eine Schädigung des vorderen Kreuzbands im Kniegelenk. Dieses Band führt das Knie und verhindert, dass der Unterschenkel gegen den Oberschenkel nach vorne rutscht. Reißt es teilweise oder vollständig, wird das Knie instabil – jeder Schritt belastet das Gelenk falsch.
Beim Hund reißt das Band häufig nicht durch einen einzelnen Unfall. Meist geht dem Riss eine schleichende Vorschädigung voraus: Das Band verliert über längere Zeit an Belastbarkeit. Das erklärt, warum viele Hunde zunächst nur zeitweise lahmen und warum nach einiger Zeit häufig auch das zweite Knie betroffen ist.
Dass der Kreuzbandriss beim Hund vor allem degenerativ entsteht, ist unter Fachleuten Konsens – bei Halter:innen aber noch wenig bekannt. Eine Befragung im Journal of the American Veterinary Medical Association (2023) zeigte, wie wenig verbreitet dieses Wissen selbst in einer sehr hundeaffinen Gruppe ist: Unter den befragten Teilnehmer:innen eines US-amerikanischen Retriever-Hundesports schätzten nur 6 % die degenerative Natur der Erkrankung richtig ein, während 61 % ein Unfallereignis als Hauptursache nannten.¹ Das erklärt, warum viele Halter:innen den ersten Symptomen zunächst keine große Bedeutung beimessen.
Beim Kreuzbandriss ist oft auch der Meniskus im Knie mitbetroffen oder gefährdet. Ob ein Meniskusschaden vorliegt, klärt die Tierarztpraxis mit – einer der Gründe, warum die tierärztliche Abklärung immer am Anfang steht.
Besonders oft trifft es mittelgroße bis große Hunde im mittleren Alter. Kleine Rassen und jüngere Hunde können einen Kreuzbandriss aber ebenfalls erleiden. Übergewicht, eine bestehende Fehlstellung und ein schwacher Bandapparat gelten als risikoerhöhend.
Wie es zum Kreuzbandriss kommt
Ein gesundes Kreuzband hält den normalen Belastungen eines Hundealltags stand. Problematisch wird es, wenn das Band über Monate kleine Schäden ansammelt: Die Fasern werden mürbe, verlieren an Belastbarkeit, und irgendwann reicht eine alltägliche Bewegung – ein Sprung vom Sofa, ein schnelles Abdrehen im Spiel – damit es teilweise oder ganz reißt.
Manchmal geschieht es auch akut: nach einem Unfall, einem Sturz oder einer besonders unglücklichen Bewegung. Das nennt sich traumatischer Riss. Aber auch dann liegen beim Hund meist schon Mikroverletzungen im Band vor. Ein „rein traumatischer“ Riss wie beim menschlichen Sportunfall ist beim Hund die Ausnahme.
In meiner Arbeit sehe ich oft Hunde, bei denen das Bein schon Wochen vor dem eigentlichen Riss „nicht ganz rund“ lief. Rückblickend erinnern sich Halter:innen an kurze Lahmheiten, die von allein wieder verschwanden. Das ist typisch für die schleichende Form – und einer der Gründe, warum das andere Knie im Blick bleiben sollte: Ist ein Kreuzband degenerativ gerissen, steht das zweite häufig unter ähnlicher Vorbelastung. Wie häufig es später tatsächlich reißt, hängt stark von Alter, Rasse und Population ab. In einer Untersuchung an mittelgroßen bis großen Hunden, die mit acht Jahren oder älter erstmals betroffen waren, riss innerhalb des Beobachtungszeitraums bei rund 19 % auch das zweite Kreuzband – im Mittel rund 13 Monate nach dem ersten Riss.²
Ein gerissenes oder angerissenes Kreuzband löst im Knie zudem eine Entzündungsreaktion aus. Das Gelenk beginnt, sich selbst zu schädigen, und Arthrose als Folge ist häufig – auch wenn der Riss noch nicht vollständig war. Deshalb zählt ein früher Behandlungsbeginn.
Übergewicht ist ein Faktor, den Halter:innen direkt beeinflussen können. Jedes zusätzliche Kilo erhöht die Last auf ein ohnehin geschwächtes Knie und erschwert später die Reha.
Woran erkenne ich einen Kreuzbandriss beim Hund?
Ein Kreuzbandriss zeigt sich nicht immer dramatisch – und das ist das eigentliche Problem. Beim schleichenden, degenerativen Verlauf wird das Band Faser für Faser schwächer, bevor es reißt. Das häufigste Frühzeichen ist eine sogenannte Anlauflahmheit: Der Hund humpelt nach dem Aufstehen oder nach dem Liegen, läuft sich nach einigen Schritten aber scheinbar wieder ein. Viele Halter:innen deuten das als harmlose Zerrung. Es kann bereits ein Anriss sein, der ohne Behandlung weiter fortschreitet.
Je nachdem, ob das Band teilweise oder vollständig gerissen ist, reichen die Anzeichen von leichtem Schonen bis zum kompletten Nichtbelasten des Beins:
- Anlauflahmheit nach Ruhe oder Liegen, die nach ein paar Schritten wieder verschwindet – typisch für den Teilriss
- Plötzliche Lahmheit an einem Hinterbein, oft nach Spiel, Sprung oder schneller Drehung
- Lahmheit, die mal besser und mal schlechter wird, statt stetig abzuklingen
- Das betroffene Bein wird im Sitzen seitlich weggestreckt statt normal untergestellt
- Entlasten der Hinterhand, Gewicht verlagert sich nach vorn
- Schwierigkeiten beim Aufstehen, Springen oder Treppensteigen
- Nach einiger Zeit sichtbarer Muskelabbau am betroffenen Oberschenkel
Wichtig: Eine akute, deutliche Lahmheit ohne Diagnose gehört zuerst in die Tierarztpraxis, nicht zu mir. Erst wenn klar ist, was im Knie vorliegt, ist physiotherapeutische Arbeit sinnvoll und sicher.
Diagnose und Behandlungsweg: immer tierärztlich
Ob ein Kreuzband gerissen ist und wie es behandelt wird, klärt die Tierarztpraxis. Dazu gehören die klinische Untersuchung, spezielle Tests der Kniestabilität (etwa der sogenannte Schubladentest), Röntgen und bei Bedarf weitere Bildgebung.
Auf dieser Grundlage entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt über den Weg. Vereinfacht gibt es zwei Richtungen:
Operativ
Verfahren wie TPLO oder TTA verändern die Mechanik des Knies so, dass es auch ohne intaktes Kreuzband stabil belastet werden kann. Sie kommen häufig bei größeren, aktiven Hunden zum Einsatz.
Konservativ
Ohne Operation, mit Schonung, kontrolliertem Bewegungsaufbau, Gewichtsmanagement und Physiotherapie. Dieser Weg wird je nach Hund, Größe und Befund gewählt.
Welcher Weg der richtige ist, ist eine tierärztliche Entscheidung. Die Physiotherapie baut auf dieser Entscheidung auf – nach einer Operation immer erst mit der Freigabe der behandelnden Tierärztin oder des Tierarztes.
Auch die Schmerztherapie liegt in tierärztlicher Hand. Gerade in der Frühphase und nach einer OP gehört die medikamentöse Schmerzbehandlung zur tierärztlichen Versorgung. Die Physiotherapie ergänzt sie, ersetzt sie aber nicht.
WIE LANGE HUMPELT EIN HUND NACH DEM KREUZBANDRISS?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt vom Ausmaß des Risses ab, vom Behandlungsweg und vom Muskelaufbau.
Ein Kreuzbandriss betrifft nie nur das Band. Sobald das Knie instabil wird oder schmerzt, entlastet der Hund das Bein. Das ist kurzfristig sinnvoll, führt aber schnell zum Abbau genau der Muskulatur, die das Gelenk führen und stützen soll – vor allem am Oberschenkel.
Daraus entsteht ein Kreislauf: weniger Muskel, weniger Stabilität, mehr Fehlbelastung, mehr Schonung. In meiner Arbeit sehe ich häufig, dass Hunde mit deutlichem Muskelabbau am betroffenen Bein länger brauchen, um wieder sicher aufzutreten – unabhängig davon, ob operiert wurde oder nicht.
Deshalb ist aktiver, gezielter Muskelaufbau ein Kernbestandteil der Rehabilitation nach Kreuzbandriss. Es geht darum, den Hund wieder tragfähig zu machen – kontrolliert und im Tempo, das sein Heilungsstand zulässt.
Was Physiotherapie bei Kreuzbandriss und in der Reha nach OP leisten kann
Physiotherapie heilt kein gerissenes Band und ersetzt keine Operation. Sie kann aber – auf Basis der tierärztlichen Diagnose und nach OP mit tierärztlicher Freigabe – an mehreren Punkten konkret ansetzen:
- Schmerz reduzieren durch Mobilisation, manuelle Techniken und gezielte physikalische Maßnahmen
- Beweglichkeit erhalten oder verbessern, soweit der Heilungsstand des Knies es zulässt
- Muskulatur aufbauen, die das Gelenk stützen kann
- Schonhaltungen erkennen und auflösen, bevor sie sich verfestigen und das gesunde Bein überlasten
- Belastung kontrolliert aufbauen: wie viel Bewegung in welcher Reha-Phase sinnvoll ist und wann Pause besser ist
- Körperwahrnehmung verbessern, damit der Hund das Bein wieder sicher einsetzt statt es zu meiden
Je nach Phase und Befund kombiniere ich manuelle Techniken, kontrollierten Muskelaufbau, Gleichgewichts- und Koordinationsarbeit, passive Bewegungsübungen, Wärme (je nach Heilungsphase und Befund), Lasertherapie und – wenn sinnvoll – das Unterwasserlaufband bei einem Kooperationspartner in Hagen. In der passenden Reha-Phase kann das Unterwasserlaufband hilfreich sein, weil der Hund unter dem Auftrieb des Wassers wieder kontrolliert auftreten kann, bevor das Bein volle Last verträgt. Schwimmen kommt deutlich später – die unkontrollierte Kniebewegung im Wasser belastet ein frisch operiertes Gelenk stärker als viele Halter:innen vermuten. Die Auswahl richtet sich immer nach dem aktuellen Heilungsstand und der tierärztlichen Freigabe.
Besonders sinnvoll ist physiotherapeutische Begleitung in der Reha nach Kreuzband-OP (TPLO, TTA), beim konservativ behandelten Teilriss und bei Hunden, bei denen nach einem einseitigen Riss das zweite Knie geschützt werden soll. Einen strukturierten Überblick, wie die postoperative Reha beim Hund abläuft, gibt es auf der Seite zum postoperativen Training.
Wenn dir am Gang deines Hundes etwas auffällt, du es aber nicht benennen kannst, hilft oft eine Gangbildanalyse: Sie macht sichtbar, wie dein Hund Last verteilt und wo er ausweicht.
Was du im Alltag tun kannst – während der Reha nach dem Kreuzbandriss
Zwischen den Terminen entscheidet sich viel. Gerade in der Reha nach einer Kreuzband-OP ist der Alltag der Ort, an dem der Heilungserfolg mitgetragen oder gefährdet wird.
- Bewegung steuern: In den Wochen nach der OP gilt meist striktes Leinenmanagement und kontrollierte, kurze Einheiten nach tierärztlicher Vorgabe. Freilauf, Springen, Toben und schnelle Drehungen sind genau die Belastungen, die ein heilendes oder instabiles Knie schlecht verträgt. Halte dich hier an den Plan der Tierarztpraxis.
- Kühlen in den ersten Tagen: Direkt nach der OP kann Kühlen des Knies die Entzündungsreaktion lindern. Die genauen Vorgaben – wie lange, wie oft, bis wann – gibt die Tierarztpraxis mit. Halte dich daran und frag nach, wenn etwas unklar ist.
- Untergrund und Umfeld: Rutschfeste Unterlagen auf glatten Böden, eine Rampe statt Sprung ins Auto, kein wildes Treppensteigen. Auf glattem Boden rutscht ein unsicheres Hinterbein leicht weg.
- Gewicht: Jedes Kilo zu viel belastet das Knie zusätzlich und macht die Reha schwerer. Gewichtsmanagement ist einer der wenigen Faktoren, die du direkt in der Hand hast – Ergänzungspräparate gehören in tierärztliche Absprache.
- Geduld: Eine Kreuzband-Reha ist kein Sprint. Viele Hunde brauchen Wochen bis Monate, bis sie das Bein wieder voll belasten. Rückschläge nach zu viel Bewegung sind häufiger als Rückschläge durch zu wenig.
Warum Hunde nach einem Kreuzbandriss bei mir gut aufgehoben sind
Viele Hunde kommen erst dann zu mir, wenn etwas hakt: Das Bein wird nicht richtig belastet, eine Schonhaltung hat sich festgesetzt, das zweite Knie macht jetzt auch Probleme. Manche Hunde sind durch Schmerz oder Klinikaufenthalt berührungsempfindlich geworden. Auch das ist für mich kein Hindernis.
Ich arbeite befundorientiert. Das heißt: Ich behandle nicht „den Kreuzbandriss“, sondern diesen Hund, mit seiner OP-Geschichte oder seinem konservativen Weg, seinem aktuellen Heilungsstand und seinem Tempo. Verhalten, Stress und Schmerz denke ich von Anfang an mit. Eine Übung, die einen Hund überfordert, baut nichts auf. Sie verfestigt die Schonhaltung.
Konkret heißt das: Ich nehme mir Zeit für den Ersttermin, beobachte das Gangbild, prüfe Beweglichkeit und Muskelstatus, stimme den Plan mit der tierärztlichen Vorgabe ab und entwickle daraus einen Reha-Aufbau, der zu Diagnose, OP-Stand und Alltag passt. Wo es sinnvoll ist, beziehe ich dich aktiv ein: einfache Übungen für zuhause, Beobachtungsaufträge, Hinweise zum Leinenmanagement. Wenn die ganze Familie mitzieht, umso besser.
Mobile Hundephysiotherapie in Hagen und im Volmetal – Kreuzbandriss und Reha
Mein Standort in Hagen-Dahl liegt zentral im Volmetal. Die Orte direkt im Tal erreiche ich in wenigen Minuten, Breckerfeld und Schalksmühle in rund einer Viertelstunde, Halver und Lüdenscheid etwas weiter.
Für Hunde, denen die Anfahrt schwerfällt – etwa frisch operierte Hunde, die noch unsicher laufen, oder Hunde, die im Auto stark gestresst sind – biete ich Hausbesuche im Volmetal und der näheren Umgebung an.
Hausbesuche werden persönlich abgesprochen, weil die Anfahrt individuell eingeplant werden muss. Am einfachsten ist es, wenn du mich direkt anrufst, eine WhatsApp schickst – gerne mit einem kurzen Video deines Hundes in Bewegung, das hilft mir, den Ersttermin gezielt vorzubereiten – oder mir eine Mail schreibst.
Ich begleite Hunde nach Kreuzband-OP aus Hagen, Breckerfeld, Schalksmühle, Halver und dem gesamten Volmetal. Hunde, die nicht gut transportierbar sind, behandle ich auf Wunsch zu Hause.
Häufige Fragen zum Kreuzbandriss beim Hund
Woran erkenne ich einen Kreuzbandriss beim Hund?
Typisch ist eine Lahmheit an einem Hinterbein, oft nach einem Sprung oder einer schnellen Drehung, die mal besser und mal schlechter wird. Ein häufiges Frühzeichen ist die sogenannte Anlauflahmheit: Der Hund humpelt nach dem Aufstehen, läuft sich aber nach einigen Schritten wieder ein. Viele Hunde strecken das betroffene Bein im Sitzen seitlich weg. Eine sichere Diagnose stellt immer die Tierärztin oder der Tierarzt, unter anderem mit speziellen Stabilitätstests des Knies.
Muss ein Kreuzbandriss beim Hund immer operiert werden?
Nein. Ob operiert (zum Beispiel TPLO oder TTA) oder konservativ behandelt wird, entscheidet die Tierarztpraxis je nach Größe, Alter, Aktivität und Befund des Hundes. Beide Wege brauchen danach einen kontrollierten Aufbau, bei dem Physiotherapie unterstützen kann.
Wann sollte ich nach einer Kreuzband-OP mit Physiotherapie beginnen?
Den Startzeitpunkt gibt die behandelnde Tierärztin oder der Tierarzt frei – er hängt vom Verfahren und vom Heilungsverlauf ab. Sobald die Freigabe vorliegt, kann die physiotherapeutische Reha den Aufbau begleiten. Ohne Freigabe wird nach einer OP nicht behandelt.
Wie lange dauert die Reha nach einem Kreuzbandriss?
Wie lange ein Hund nach dem Kreuzbandriss humpelt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt vom Ausmaß des Risses ab, vom Behandlungsweg und vom Muskelaufbau. Nach meiner Erfahrung brauchen viele Hunde Wochen bis mehrere Monate, bis sie das Bein wieder gleichmäßig belasten. Auch OP-Verfahren, Alter, Gewicht und Trainingszustand spielen hinein – und wie konsequent die Reha-Vorgaben im Alltag eingehalten werden. Ich richte den Aufbau am tatsächlichen Heilungsstand aus, nicht an einem festen Zeitplan.
Kann Physiotherapie bei Kreuzbandriss helfen?
Physiotherapie kann den Heilungsverlauf unterstützen: Muskulatur aufbauen, Beweglichkeit erhalten oder verbessern und Schonhaltungen früh auflösen. Sie ersetzt weder Operation noch tierärztliche Behandlung, sondern baut darauf auf. Die Therapie richtet sich immer am Befund des einzelnen Hundes aus.
Reißt das zweite Kreuzband auch oft?
Weil ein Kreuzbandriss beim Hund häufig durch eine chronische Schwächung des Bands entsteht, steht das andere Knie oft unter ähnlicher Vorbelastung. Wie häufig es später tatsächlich reißt, hängt von Alter, Rasse und Population ab: In einer Untersuchung an älteren, mittelgroßen bis großen Hunden riss bei rund 19 % im Beobachtungszeitraum auch das zweite Kreuzband – im Mittel rund 13 Monate nach dem ersten Riss.² In der Reha behalte ich das gesunde Bein bewusst im Blick und arbeite daran, es nicht zu überlasten.
Ist das Unterwasserlaufband bei Kreuzbandriss sinnvoll?
In vielen Fällen ja, besonders in der Reha nach OP. Durch den Auftrieb des Wassers kann der Hund kontrolliert auftreten und Muskulatur aufbauen, bevor das Bein an Land volle Last verträgt. Schwimmen kommt deutlich später – die freie Kniebewegung im Wasser ist für ein frisch operiertes Gelenk zu viel. Ob und wann beides passt, hängt vom Heilungsstand und der tierärztlichen Freigabe ab.
Gibt es eine Videosprechstunde oder Online-Beratung für Hunde in der Reha nach OP?
Eine Befundung aus der Ferne biete ich nicht an – beurteilen kann ich deinen Hund erst, wenn ich ihn unter meinen Händen habe. Zwei unkomplizierte Wege gibt es trotzdem: Wir tauschen uns unverbindlich 15 Minuten am Telefon aus, damit du in Ruhe entscheiden kannst, ob und wann eine physiotherapeutische Begleitung für deinen Hund infrage kommt. Und wenn du magst, schickst du mir vorab ein kurzes Video deines Hundes in Bewegung – es hilft mir, unseren Ersttermin gezielt vorzubereiten. Beides ist unverbindlich und kostenlos.
Weitere Fragen zu Ablauf, Preisen und Methoden beantworte ich auf der ausführlichen FAQ-Seite.
Unsicher, ob die Lahmheit deines Hundes zum Kreuzband passt?
Manchmal fängt es klein an: ein kurzes Humpeln nach dem Spiel, ein Bein, das im Sitzen seitlich weggestreckt wird, eine Lahmheit, die kommt und geht. Wenn du unsicher bist, ist der erste Schritt die tierärztliche Abklärung. Steht die Diagnose oder ist dein Hund bereits operiert, kann eine physiotherapeutische Einschätzung helfen, den nächsten Schritt einzuordnen.
Du erreichst mich per Telefon, WhatsApp, E-Mail oder über das Kontaktformular. Den Ersttermin in Hagen-Dahl kannst du direkt online buchen, Hausbesuche spreche ich gerne persönlich mit dir ab. Melde dich, wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Ich beantworte auch kurze Vorfragen, bevor du einen Termin buchst.
Weiterlesen: Postoperatives Training · Gangbildanalyse beim Hund · Unterwasserlaufband
Lena Rummenholl – Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl
Ich bin staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege – zunächst im Krankenhaus, anschließend fünf Jahre in der Reha-Klinik Hagen-Ambrock, heute weiterhin in der Altenpflege sowie als Praxisanleiterin in der Ausbildung von Pflegepersonal.
Mit der Arbeit an Hunden habe ich 2018 begonnen. Am DIFT Lünen absolvierte ich die Ausbildungen zur zertifizierten Hundetrainerin, zur zertifizierten Hundephysiotherapeutin sowie zur zertifizierten vet. Akupunkteurin / Hund nach TCVM (nach Dr. med. vet. U. Petermann). Dazu die Hundechiropraktik an der Tierhelden Akademie Viersen und die Steinfurter Pädagogik-/Therapiebegleithund-Methode (M.I.T.T.T., Rheine / TBD e.V.). Die Ausbildung in Hundeosteopathie absolviere ich derzeit am DIFT Lünen. Für die Hundeausbildung liegt mir die behördliche Erlaubnis nach §11 Abs. 1 Nr. 8f TierSchG der Stadt Hagen vor.
Reha nach OP, chronische Erkrankungen und Schmerz sind mein Berufsalltag – beim Menschen wie beim Hund. Ich habe vier eigene Hunde und weiß, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Tier auf Behandlung angewiesen ist.
Alle Zertifikate und Ausbildungsnachweise sind auf Wunsch einsehbar.
Mehr über mich → · Ersttermin buchen · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
QUELLEN
¹ Hynes J, Manfredi JM, Shull SA (2023): Cranial cruciate ligament disease is perceived to be prevalent and is misunderstood in field trial sport. Journal of the American Veterinary Medical Association, 261(11):1–6. DOI: 10.2460/javma.23.01.0004. — Befragte Gruppe: Teilnehmer:innen eines US-amerikanischen Retriever-Feldprüfungssports (AKC field trials), 401 Personen.
² Murphy CL, Niles J, Radasch RM (2024): The prevalence and risk factors of contralateral cranial cruciate ligament rupture in medium-to-large (≥15 kg) breed dogs 8 years of age or older. Veterinary and Comparative Orthopaedics and Traumatology, 37(1):8–12. DOI: 10.1055/s-0043-1771350. — Kontralaterale Ruptur bei 19,1 % (159 von 831 Hunden), im Median 12,9 Monate nach dem ersten Riss. Population: ≥ 8 Jahre, ≥ 15 kg.
Alle Quellen wurden am 13.07.2026 einzeln am Original geprüft – bibliografische Angaben und inhaltliche Deckung der jeweils belegten Aussage.
Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnostik, Operation oder Schmerztherapie. Die Inhalte dieser Seite ersetzen keine tierärztliche Untersuchung.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026