Wenn sich die Bewegung deines Hundes verändert
Für Halter:innen, die eine Veränderung wahrnehmen und noch keine Diagnose haben. Bei bestehender Arthrose-Diagnose findest du auf der Seite Arthrose beim Hund mehr, für altersbedingte Veränderungen auf der Seite Physiotherapie für Seniorenhunde.
Manchmal ist es nur ein kleines Zögern. Ein minimal veränderter Schritt. Ein Moment des Innehaltens vor der Treppe.
Viele Halter:innen nehmen solche Veränderungen früh wahr, können sie aber nicht einordnen. Genau hier beginnt oft die Unsicherheit. Ist es nur ein schlechter Tag? Altersbedingt? Oder steckt mehr dahinter? Dieses Gefühl verdient Aufmerksamkeit.
Hier das Wichtigste vorab, damit du nicht erst scrollen musst:
- Kleine Veränderungen beim Aufstehen, im Gangbild oder an Treppen können auf eine veränderte Belastbarkeit hinweisen, lange bevor etwas klar sichtbar wird.
- Eine physiotherapeutische Einschätzung stellt keine medizinische Diagnose, kann aber helfen, den nächsten Schritt sicher zu wählen.
- Ich arbeite seit 2008 in Reha und Pflege und begleite Hunde mit Bewegungsveränderungen, nach Operationen und im Seniorenalter.
- Mobile Hundephysiotherapie in Hagen-Dahl, Volmetal und Umgebung – Hausbesuche in der Nähe möglich.
Geschrieben von Lena Rummenholl Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl. Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege – fünf Jahre davon in der Reha-Klinik Hagen-Ambrock. Hundetrainerin und Hundephysiotherapeutin (DIFT Lünen), Veterinärakupunktur TCVM, Therapiebegleithundearbeit nach der Steinfurter Methode. Schwerpunkt auf Bewegungsveränderungen ohne klaren Befund, Reha nach OP und Seniorenhunden.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
Was Halter:innen zuerst auffällt
Hunde kompensieren lange. Sie passen Bewegungen an, bevor deutlich sichtbare Probleme entstehen. Die folgende Liste ist kein Diagnose-Schema, sondern eine Orientierung dafür, was du im Alltag beobachten kannst:
- vorsichtigeres Aufstehen oder veränderte Sitzhaltung
- Ausweichbewegungen beim Drehen, vermehrtes Strecken
- reduzierte Ausdauer, Zurückhaltung an Treppen oder beim Sprung
- Verhaltensänderungen: weniger Freude an Spaziergängen, häufigeres Positionswechseln in Ruhe, Rückzug, nächtliche Unruhe
Solche Verhaltenszeichen werden im Alltag oft als Stimmung oder Alter abgetan, obwohl sie auf körperliche Veränderungen hinweisen können. Du kennst deinen Hund am besten. Was dir auffällt, ist selten nichts.
Dass Halter:innen frühe, feine Veränderungen verlässlich bemerken, ist wissenschaftlich gestützt: Ein an der Universität Liverpool validierter Fragebogen für Hundehalter:innen (GenPup-M) erfasst genau die subtilen, beginnenden Mobilitätsveränderungen, die klassische Beurteilungsbögen erst bei chronischen Beschwerden abbilden (Clark et al. 2023). Dein Bauchgefühl ist also ein brauchbares Frühwarnsystem.
Wenn dein Hund bereits eine Arthrose- oder Hüftdysplasie-Diagnose hat oder klar altersbedingt langsamer wird, sind die seitenspezifischen Informationen passender: Arthrose beim Hund, Hüftdysplasie oder Physiotherapie für Seniorenhunde.
Warum ist eine frühe Einschätzung sinnvoll?
Wenn ein Hund eine Körperregion schont, verteilt er sein Gewicht anders. Andere Gliedmaßen und der Rücken übernehmen mehr. Halten solche Ausweichbewegungen über längere Zeit an, können sie zu Verspannungen und Beschwerden in anderen Körperbereichen führen (Clark & Comerford 2023). Eine frische Veränderung ist deshalb in der Regel einfacher einzuordnen als eine über Wochen eingeschliffene Schonhaltung.
Je früher Veränderungen eingeordnet werden, desto klarer lässt sich beurteilen:
- Ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll?
- Kann physiotherapeutische Unterstützung ergänzend helfen?
- Reicht eine Anpassung im Alltag, etwa kürzere Runden, rutschfeste Matten oder andere Untergründe?
Eine physiotherapeutische Einschätzung stellt keine medizinische Diagnose dar. Sie kann aber helfen, Bewegungsabläufe strukturiert zu betrachten und den nächsten Schritt sicher zu wählen. Wenn du Veränderungen wahrnimmst, ist das ein guter Anlass für einen Termin, auch ohne vorliegenden Befund.
Wie ich arbeite
Viele Halter:innen berichten, dass sie sich zunächst nicht ernst genommen fühlen, weil Veränderungen noch „nicht dramatisch genug“ erscheinen. Im Termin schaue ich mir gemeinsam mit dir vier Bereiche an: das Gangbild im Schritt und wenn sinnvoll im Trab, die Muskelspannung mit Symmetrie und Abschwächungen, die Bewegungsübergänge beim Aufstehen, Hinsetzen und Wenden sowie deinen Alltag mit dem Hund. Wie die Gangbeobachtung im Detail abläuft, beschreibe ich auf der Seite Gangbildanalyse.
Dabei achte ich auf Stress-, Schmerz- und Unsicherheitsanzeichen, die sich im Alltag oft unauffällig zeigen. Das gilt auch für Hunde, die Berührung schwer zulassen oder bei Untersuchungen abwehren. Oft steckt dahinter Schmerz oder Überforderung, kein Temperament. Am Ende bekommst du eine klare Einschätzung, kein Therapieplan auf Vorrat.
Hausbesuche im Volmetal und Umgebung
Mein Standort in Hagen-Dahl liegt zentral im Volmetal. Die Orte direkt im Tal erreiche ich in wenigen Minuten, Breckerfeld und Schalksmühle in rund einer Viertelstunde, Halver und Lüdenscheid etwas weiter.
Gerade im Alltag vieler Hunde entwickeln sich Veränderungen schleichend. Hausbesuche sind möglich, im gewohnten Umfeld zeigt sich oft mehr als auf neutralem Boden. Wo ein Termin stattfindet, spreche ich persönlich mit dir ab. Am einfachsten erreichst du mich per WhatsApp, Telefon oder E-Mail.
Ein kurzes Video hilft oft mehr als Worte. Gerade bei unklaren Veränderungen kann ich daraus für eine erste Einschätzung schon viel sehen – schick es mir gern per WhatsApp.
Wenn dein Gefühl dich nicht loslässt
Oft ist es kein klarer Befund, sondern ein Bauchgefühl. Du kennst deinen Hund. Du siehst ihn jeden Tag. Wenn du merkst, dass sich seine Bewegung verändert hat, ist das ein Eindruck, dem es sich lohnt nachzugehen.
In einem Ersttermin klären wir:
- Was fällt tatsächlich auf?
- Ist eine tierärztliche Rücksprache sinnvoll?
- Kann eine physiotherapeutische Begleitung ergänzend unterstützen?
Im Tempo deines Hundes. Gerade bei schleichenden Veränderungen, bei Seniorenhunden oder nach Operationen kann eine frühe Einordnung viel Sicherheit geben.
Häufige Fragen
Mein Hund hat keinen Befund. Kann ich trotzdem kommen?
Ja. Eine physiotherapeutische Einschätzung setzt keine tierärztliche Diagnose voraus. Wenn du Veränderungen wahrnimmst und wissen möchtest, ob und wie sie einzuordnen sind, ist das ein sinnvoller Anlass für einen Termin.
Wie erkenne ich, ob mein Hund Schmerzen hat?
Hunde zeigen Schmerz selten so eindeutig wie wir Menschen. Häufiger sind subtile Zeichen: Steifheit beim Aufstehen, verändertes Lecken einer bestimmten Stelle, Rückzug oder ungewohnte Reizbarkeit, häufiges Positionswechseln in Ruhe, ein Hund, der bei Berührung an einer Stelle ausweicht oder schnappt. Wenn mehrere dieser Zeichen zusammenkommen oder eines davon neu ist, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll, ergänzend kann eine physiotherapeutische Einschätzung helfen, das Gesamtbild zu sortieren.
Wann sollte ich lieber zuerst zur Tierärztin oder zum Tierarzt?
Wenn dein Hund deutlich lahmt, plötzlich nicht mehr aufstehen kann oder neurologische Ausfälle aufweist, gehört das zuerst tierärztlich abgeklärt. Die Physiotherapie baut auf dieser Diagnostik auf. Im Zweifel frag mich, ich sage dir ehrlich, wenn der erste Schritt woanders liegt.
Wie läuft ein erster Termin ab?
Wir starten mit einer ausführlichen Anamnese: Was fällt auf, seit wann, in welchen Situationen. Dann schaue ich mir Gangbild, Muskelspannung und Bewegungsübergänge an. Am Ende bekommst du eine klare Einschätzung, und wir entscheiden gemeinsam, ob und wie es weitergeht. Mehr dazu auf der Seite Preise & Ablauf.
Bietest du auch Hausbesuche an?
Ja. Hausbesuche sind möglich, besonders für Hunde, die im Auto stark stressen, oder wenn das gewohnte Umfeld für die Einschätzung wichtig ist. Die Anfahrt kostet 10 €. Ruf mich an oder schreib mir, damit wir die Anfahrt einplanen können.
Weitere Fragen zu Ablauf, Preisen und Methoden beantworte ich auf der ausführlichen FAQ-Seite.
Du nimmst eine Veränderung wahr und bist unsicher? Schreib oder ruf mich an. Wir klären, was sinnvoll ist.
Lena Rummenholl Hundephysiotherapeutin · Hagen-Dahl
Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege, zunächst fünf Jahre in der Reha-Klinik Hagen-Ambrock, danach in leitender Funktion und als Praxisanleiterin in der Altenpflege, wo ich weiterhin tätig bin. Schmerzphysiologie und der Umgang mit nachlassender Belastbarkeit sind für mich Berufsalltag, am Menschen wie am Hund.
Ab 2018 kamen die Ausbildungen mit Hunden dazu: Therapiebegleithundearbeit nach der Steinfurter Methode (M.I.T.T.T./TBD e.V.), Hundetrainerin 500 Std. (DIFT Lünen), Hundephysiotherapeutin 432 Std. (DIFT Lünen), Veterinärakupunktur TCVM 210 Std. (DIFT Lünen), Hundechiropraktik (Tierhelden Akademie Viersen), Hydrotrainerin, Osteopathie Hund (DIFT, läuft).
Schwerpunkt: Bewegungsveränderungen ohne klaren Befund, Reha nach OP, Arthrose, neurologische Fälle und Seniorenhunde. Auch bei ängstlichen oder schmerzempfindlichen Hunden, die Berührung schwer zulassen. Alle Zertifikate auf Wunsch einsehbar.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
Quellen
Clark, N. L., Bates, K. T., Harris, L. K., Tomlinson, A. W., Murray, J. K. & Comerford, E. J. (2023): GenPup-M: A novel validated owner-reported clinical metrology instrument for detecting early mobility changes in dogs. PLoS ONE 18(12):e0291035. DOI: 10.1371/journal.pone.0291035
Clark, N. & Comerford, E. (2023): An update on mobility assessment of dogs with musculoskeletal disease. Journal of Small Animal Practice 64(10):599–610. DOI: 10.1111/jsap.13650
Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnostik oder Schmerztherapie. Es wird kein Heilversprechen abgegeben. Maßnahmen nach einer Operation beginnen ausschließlich mit ausdrücklicher tierärztlicher Freigabe.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026