Arthrose beim Hund – Hundephysiotherapie in Hagen und im Volmetal

Arthrose entwickelt sich leise. Viele Hunde brauchen morgens etwas länger, um in Gang zu kommen, weichen Treppen aus, springen nicht mehr selbstverständlich ins Auto. Oft fällt erst nach Monaten auf, dass sich das Bewegungsverhalten verändert hat.

Arthrose ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund. Eine Studie aus dem Jahr 2024 (Scientific Reports) zeigte in einer Praxisstichprobe von 123 jungen Hunden zwischen acht Monaten und vier Jahren, dass bei rund 40 Prozent auf dem Röntgenbild Arthrosezeichen erkennbar waren – sie ist also kein reines Altersthema. Heilbar ist sie nicht. Aber mit der richtigen Begleitung lässt sich der Alltag eines betroffenen Hundes spürbar erleichtern — weniger Schmerz, mehr Beweglichkeit. Grundlage ist immer die tierärztliche Diagnose, die Physiotherapie baut darauf auf.

Geschrieben von Lena Rummenholl
Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl. Staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in Reha und Pflege.
Hundetrainerin und Hundephysiotherapeutin (DIFT Lünen), Veterinärakupunktur TCVM, Therapiebegleithundearbeit nach dem Steinfurter Konzept. Schwerpunkt u. a. auf Arthrose, chronische Gelenkbeschwerden und Seniorenhunde.

Mehr über mich  · Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Was ist Arthrose beim Hund?

Arthrose, medizinisch Osteoarthrose, ist eine chronische, fortschreitende Gelenkerkrankung. Der Gelenkknorpel baut sich nach und nach ab, die Gelenkflächen verlieren ihre glatte Struktur. Reibung, Entzündungsreaktionen und knöcherne Veränderungen sind die Folge.

Häufig betroffen sind Hüft- und Kniegelenke, Ellbogen, Sprunggelenke und die Wirbelsäule. Besonders oft trifft es ältere Hunde und größere Rassen, aber auch kleinere Hunde – etwa Dackel, Mops oder Jack Russell – können erkranken. Hunde mit Vorerkrankungen wie HD, ED, Patellaluxation oder einem zurückliegenden Kreuzbandriss haben ein erhöhtes Risiko.

Arthrose ist nicht ausschließlich eine Alterskrankheit. Auch jüngere Hunde können bereits Veränderungen entwickeln, gerade wenn eine genetische Veranlagung oder eine frühere Verletzung dazu kommt. Erste Anzeichen werden trotzdem häufig erst spät bemerkt, weil sie schleichend kommen und Hunde Schmerzen leise zeigen.

Wie Arthrose entsteht

Arthrose hat selten eine einzige Ursache. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen: genetische Veranlagung, Fehlstellungen, Übergewicht, frühere Verletzungen oder Operationen, Überlastung im Wachstum, Bewegungsmangel – und das Alter.

Knorpel hat keine eigene Blutversorgung. Er wird über Bewegung und Gelenkflüssigkeit ernährt. Bleibt diese kontrollierte Bewegung über längere Zeit aus oder wird das Gelenk dauerhaft fehlbelastet, beschleunigt sich der Verschleiß. In meiner Arbeit sehe ich häufig, dass mehrere dieser Faktoren gleichzeitig wirken und sich gegenseitig verstärken – etwa eine genetisch bedingte HD, kombiniert mit Übergewicht und einer Schonhaltung, die über Jahre Muskulatur abgebaut hat.

Übergewicht ist dabei einer der bedeutendsten Einzelfaktoren. Was beim eigenen Hund nach „ein paar Kilo zu viel“ aussieht, ist für die Gelenke ein dauerhafter Belastungsfaktor. Gewichtsreduktion ist eines der wirksamsten Dinge, die Halter:innen selbst beeinflussen können – auch wenn sie nicht von heute auf morgen Wunder bewirkt.

Frühe Anzeichen – bevor Lahmheit sichtbar wird

Hunde zeigen Schmerzen selten so deutlich, wie man es erwarten würde. Sie passen ihr Verhalten still an. Häufig sind es kleine Veränderungen, die zunächst wie „älter werden“ wirken:

  • Steifheit nach Ruhephasen, die sich nach den ersten Schritten bessert
  • langsameres Aufstehen, besonders morgens
  • Zögern beim Springen oder Treppensteigen
  • kürzere Spaziergänge, mehr Pausen, schnellere Erschöpfung
  • häufiges Umlagern im Liegen, Unruhe in der Ruhe
  • Rückzug, weniger Freude an Bewegung
  • Lecken oder Beknabbern bestimmter Gelenke
  • veränderte Sitzposition, schiefe Körperhaltung

Im weiteren Verlauf können Lahmheit, ein typisches „Bunny-Hopping“ mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig (häufig bei Hüftproblemen), warme oder empfindliche Gelenke, Knirschen bei Bewegung und sichtbarer Muskelschwund dazukommen.

Ein Hund muss nicht humpeln, um Schmerzen zu haben. Viele Hunde zeigen vor allem Verhaltens- und Bewegungsveränderungen – kein dramatisches Hinken, sondern eine andere Art, sich zu bewegen. Genau diese feinen Verschiebungen sind oft die ersten Hinweise und werden in meiner Arbeit ernst genommen, auch wenn sie auf den ersten Blick unspezifisch wirken.

Diagnose: immer tierärztlich

Eine belastbare Arthrose-Diagnose kommt aus der Tierarztpraxis. Dazu gehören ein ausführliches Gespräch, die körperliche Untersuchung, ein Bewegungstest, Röntgen – und bei Bedarf weitere Untersuchungen.

Diagnose, medikamentöse Schmerztherapie und weiterführende Abklärung liegen in tierärztlicher Hand – die Physiotherapie ergänzt diese Behandlung mit Fokus auf Bewegung, Muskulatur und Alltagstauglichkeit.

Bei akuten oder ungeklärten Situationen gehört der Hund zuerst in die Tierarztpraxis, nicht zu mir:

  • plötzlich starke Lahmheit ohne bekannte Ursache
  • Verdacht auf Verletzung oder Knochenbruch
  • Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl
  • ungeklärte neurologische Auffälligkeiten wie Taumeln oder Lähmungszeichen
  • starke Berührungsempfindlichkeit ohne bekannte Diagnose

Arthrose und Muskulatur – der unterschätzte Zusammenhang

Wenn ein Gelenk schmerzt, wird es geschont. Das ist eine natürliche Schutzreaktion und kurzfristig sinnvoll. Problematisch wird es, wenn die Schonhaltung bleibt: Die gelenkstabilisierende Muskulatur baut ab. Und genau diese Muskulatur war es, die das Gelenk entlastet und kontrolliert geführt hat.

Das Ergebnis ist ein Kreislauf: Das geschwächte Gelenk wird stärker beansprucht, die Schmerzen nehmen zu, die Schonhaltung verfestigt sich, der Muskelabbau geht weiter.

In meiner Arbeit sehe ich häufig, dass Hunde mit ausgeprägtem Muskelabbau deutlich stärker eingeschränkt sind, als das Röntgenbild allein vermuten ließe. Umgekehrt geht es Hunden mit gut ausgebildeter Muskulatur oft erstaunlich gut – trotz fortgeschrittener arthrotischer Veränderungen im Bild.

Das ist der Grund, warum aktiver, gezielter Muskelaufbau ein Kernbestandteil der Physiotherapie bei Arthrose ist – nicht nur passive Behandlung. Die COAST-Leitlinie (Consensus on OA Science and Treatment, 2023) führt Bewegungstherapie und Rehabilitation ausdrücklich als Bestandteil der multimodalen Arthrose-Behandlung beim Hund auf. Es geht darum, den Hund wieder tragfähig zu machen.

Was Physiotherapie leisten kann

Physiotherapie heilt keine Arthrose. Sie kann aber – auf Basis der tierärztlichen Diagnose – an mehreren Punkten konkret ansetzen:

  • Schmerz reduzieren durch Mobilisation, manuelle Techniken und gezielte physikalische Maßnahmen
  • Beweglichkeit erhalten oder verbessern, soweit der Gelenkzustand es zulässt
  • Muskulatur aufbauen, die das Gelenk stützen kann
  • Schonhaltungen erkennen und auflösen, bevor sie sich verfestigen
  • Körperwahrnehmung verbessern – damit der Hund seine Bewegungen wieder sicher koordiniert
  • Belastung im Alltag steuerbar machen: Wie viel Bewegung tut gut, wann ist Pause besser?

Je nach Befund kombiniere ich manuelle Techniken, aktive Übungen, kontrollierten Muskelaufbau, Gleichgewichts- und Koordinationsarbeit, Wärme, Lasertherapie und – wenn sinnvoll – das Unterwasserlaufband bei einem Kooperationspartner in Hagen. Ergänzend können auch sanfte chiropraktische Techniken oder osteopathische Ansätze einfließen, abhängig davon, was der Hund braucht.

Besonders sinnvoll ist physiotherapeutische Begleitung bei diagnostizierter Arthrose, nach Operationen (TPLO, HD- oder ED-OPs, Wirbelsäulen-OPs), bei beginnenden Bewegungsveränderungen und bei Seniorenhunden, bei denen Mobilität und Alltagstauglichkeit im Vordergrund stehen.

Was ich aus der Pflege über Arthrose mitbringe

Arthrose kenne ich nicht nur aus der Hundephysiotherapie. Ich arbeite seit 2008 in der Pflege – jahrelang in der Reha-Klinik, heute noch in der Altenpflege – und Arthrose ist dort ein tägliches Thema. Ich habe Menschen begleitet, die trotz schwerer Röntgenbefunde gut mobil waren, und solche, bei denen relativ geringe Gelenkveränderungen den Alltag massiv eingeschränkt haben.

Was ich dabei gelernt habe: Das Bild allein sagt wenig. Was zählt, ist die Muskulatur, die Bewegungsqualität, die Schonhaltungen, die sich über Monate eingeschlichen haben – und das Tempo, mit dem jemand belastet werden darf, ohne Rückschritte zu riskieren.

Dieses Wissen ist direkt übertragbar. Wie schnell Muskelabbau passiert, wenn ein Gelenk geschont wird. Was es bedeutet, wenn Schmerz die Bewegung verändert, noch bevor jemand – oder ein Hund – bewusst hinkt. Wie man jemanden wieder in Bewegung bringt, ohne zu überfordern. Das ist Reha-Wissen aus meinem Alltag.

Beim Hund kommt die Erschwernis hinzu, dass er nicht sagen kann, was wehtut. Deshalb schaue ich genau hin — wie er sich bewegt, wie er auf Berührung reagiert, wie er sich in der Behandlung verhält. Ein Hund, der beim Abtasten zurückzuckt, zeigt mir etwas. Ob es Schmerz, Angst oder beides ist, macht einen Unterschied für das, was als nächstes sinnvoll ist.

Wie ein Behandlungsverlauf bei Arthrose typischerweise aussieht

Arthrose ist kein Zustand, der sich in drei Terminen löst. Was ich mache, ist keine Reparatur, sondern Begleitung über einen Verlauf. Wie dieser Verlauf konkret aussieht, hängt vom Hund, der Diagnose und dem Ausgangszustand ab. Aber es gibt ein grobes Muster, das sich in meiner Arbeit oft wiederholt.

Am Anfang steht die Erstanamnese. Ich schaue mir an, wo der Hund steht: welche Gelenke betroffen sind, wie die Muskulatur rundum aussieht, welche Schonhaltungen sich eingeschlichen haben, wie er sich bewegt, wenn er nicht weiß, dass ich schaue. Auf dieser Basis entscheide ich, was als erstes angegangen wird – das ist nicht immer das, was das Röntgenbild nahelegen würde.

In den ersten Terminen geht es um Entlastung. Schmerz reduzieren, die Gelenke mobilisieren, die Muskulatur locker machen, die sich durch die Schonhaltung verspannt hat. Erst wenn der Hund sich freier bewegt und die Schmerzsituation stabiler ist, wird der nächste Schritt sinnvoll.

Dann kommt der aktive Teil. Gezielter Muskelaufbau, Koordinationsübungen, kontrollierte Belastung. Nicht viel auf einmal – Arthrose-Hunde reagieren empfindlich auf Überlastung, genau wie ältere Menschen in der Reha. Zu schnell ist schlimmer als zu langsam. Die Übungen, die ich mitgebe, sollen zu Hause tatsächlich machbar sein: keine Geräte, keine großen Aufwände, Dinge, die in den Alltag passen.

Im weiteren Verlauf wächst der Abstand zwischen den Terminen. Ein Arthrose-Hund braucht keine wöchentliche Behandlung auf Dauer – das ist weder nötig noch sinnvoll. Ziel ist, dass du weißt, was deinem Hund guttut, wie du Verschlechterungen früh erkennst und wann es sinnvoll ist, sich wieder zu melden.

Eine REHA-Karte (6 Folgetermine) deckt für viele Arthrose-Hunde den ersten Behandlungszyklus gut ab. Danach entscheiden wir gemeinsam, wie es weitergeht.

Arthrose ist ein chronischer Verlauf – deshalb beobachte ich nicht nur in der Behandlung, sondern bitte dich auch, zu Hause zu schauen: Wie steht der Hund morgens auf? Wie läuft er nach einer längeren Pause? Ein kurzes Video vom Alltag – Aufstehen, Laufen, Treppensteigen – zeigt mir manchmal mehr als ein Termin. Wenn sich etwas deutlich verschlechtert, stärkere Lahmheit auftritt oder neue Symptome dazukommen, melde dich bitte früher, nicht erst zum nächsten geplanten Termin.

Was du im Alltag tun kannst

Vieles passiert zwischen den Therapieterminen. Was Halter:innen im Alltag mittragen, ist mindestens so wichtig wie das, was in der Behandlung geschieht.

Bewegung: Mehrere kurze, ruhige Spaziergänge sind besser als eine lange Tour. Sprünge ins und aus dem Auto, schnelles Drehen, wildes Spiel mit anderen Hunden – das sind die typischen Belastungsspitzen, die ein arthrotisches Gelenk schlecht verkraftet.

Gewicht: Jedes Kilo zu viel ist eine zusätzliche Belastung für die Gelenke – und einer der wenigen Faktoren, die du direkt beeinflussen kannst. Gewichtsreduktion ist dabei evidenzmäßig der stärkste Hebel, noch vor Ergänzungsmitteln. Supplements wie Omega-3-Fettsäuren oder Gelenkpräparate können die Therapie ergänzen, ersetzen aber weder Gewichtskontrolle noch gezielte Bewegung. Was sinnvoll ist und in welcher Dosierung, klärt die Tierärztin oder der Tierarzt.

Umfeld: Rutschfeste Unterlagen, eine Rampe statt Sprung, eine orthopädische Liegefläche, regelmäßig gekürzte Krallen. Diese Dinge wirken klein, machen aber im Alltag einen großen Unterschied.

Wärme empfinden viele Hunde mit Arthrose als angenehm – besonders nach Ruhephasen und bei kühlem, feuchtem Wetter. Hier im Volmetal ist das gerade in der kalten Jahreszeit oft Thema. Viele Halter:innen und Tierärzte berichten, dass Kälte und Nässe die Steifigkeit verstärken können – die wissenschaftliche Evidenz dazu ist insgesamt uneinheitlich, aber die Beobachtung ist weit verbreitet. Es lohnt sich, individuell zu schauen, wie dein Hund auf Wetterveränderungen reagiert. Eine Wärmflasche (gut eingewickelt, nicht direkt auf der Haut) oder ein beheiztes Körbchen können an solchen Tagen spürbar helfen.

Wann ist Physiotherapie sinnvoll?
  • Nach tierärztlicher Arthrose-Diagnose
  • Bei Steifigkeit oder verändertem Gang
  • Nach Operationen (TPLO, HD-, ED-OP)
  • Bei Unsicherheit, ob Schmerzen dahinterstecken
  • Bei Seniorenhunden zur Erhaltung der Mobilität
Was du zuhause tun kannst
  • Bewegung: kurze, ruhige Spaziergänge – keine langen Touren auf einmal
  • Gewicht: jedes Kilo weniger entlastet die Gelenke direkt
  • Untergrund: rutschfeste Matten, orthopädische Liegefläche
  • Sprünge vermeiden: Rampe statt Sprung ins Auto oder aufs Sofa
  • Wärme: bei kühlem Wetter oft angenehm – Wärmflasche gut eingewickelt

Warum Hunde mit Arthrose bei mir gut aufgehoben sind

Viele meiner Patienten sind Hunde, bei denen andere zögern: ältere Hunde mit mehreren Baustellen gleichzeitig, Hunde mit Schmerzgedächtnis, Hunde, die berührungsempfindlich oder ängstlich geworden sind, weil Schmerzen lange unentdeckt blieben. Manche sind im Umgang schwierig – auch das ist für mich kein Hindernis.

Ich arbeite befundorientiert. Das heißt: Ich behandle nicht „Arthrose“, sondern diesen Hund, mit seiner Geschichte, seinen Kompensationen, seinem Tempo. Verhalten, Stress und Schmerz denke ich von Anfang an mit. Eine Behandlung, die einen Hund überfordert, baut nichts auf – sie verfestigt die Schonhaltung.

Konkret heißt das: Ich nehme mir Zeit für die Erstanamnese, beobachte das Gangbild, prüfe die Beweglichkeit der relevanten Gelenke, dokumentiere Schonhaltungen – und entwickle daraus einen Therapieplan, der zu Diagnose, Alltag und Hund passt. Wo es sinnvoll ist, beziehe ich dich aktiv ein: einfache Übungen für zuhause, Beobachtungsaufträge, Hinweise zur Alltagsgestaltung. Wenn die ganze Familie mitziehen will, vom Kind bis zu den Großeltern – umso besser.

Mobile Hundephysiotherapie im Volmetal

Mein Standort in Hagen-Dahl liegt zentral im Volmetal. Die Orte direkt im Tal erreiche ich in wenigen Minuten, Breckerfeld und Schalksmühle in rund einer Viertelstunde, Halver und Lüdenscheid etwas weiter. Für Hunde, denen die Anfahrt schwerfällt – etwa fortgeschritten arthrotische Senior:innen oder Hunde, die im Auto stark gestresst sind – biete ich Hausbesuche im Volmetal und der näheren Umgebung an.

Hausbesuche werden persönlich abgesprochen, weil die Anfahrt individuell eingeplant werden muss. Am einfachsten ist es, wenn du mich direkt anrufst, eine WhatsApp schickst (gerne auch mit einem kurzen Video deines Hundes in Bewegung) oder mir eine Mail schreibst.

Häufige Fragen (FAQ) zu Arthrose

Woran erkenne ich Arthrose beim Hund?

Viele Hunde zeigen zunächst nur kleine Veränderungen: langsameres Aufstehen, vorsichtigeres Laufen, Zögern beim Springen oder Treppensteigen. Eine sichere Diagnose stellt immer die Tierärztin oder der Tierarzt.

Arthrose ist eine chronische, nicht heilbare Gelenkerkrankung. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren und Beweglichkeit sowie Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten.

Physiotherapie kann den Bewegungsapparat gezielt unterstützen und den Alltag angenehmer machen. Dazu gehören Muskelstabilisierung, Verbesserung der Beweglichkeit und das Auflösen von Schonhaltungen. Die Therapie richtet sich immer am individuellen Befund aus. Die Forschungslage zur Hundephysiotherapie bei Arthrose stützt sich noch stark auf Erkenntnisse aus der Humanmedizin – in der klinischen Praxis zeigt sich aber, dass gezielte Bewegungstherapie und Muskelaufbau einen spürbaren Unterschied machen können.

Viele Hunde mit Arthrose empfinden Wärme als angenehm, besonders bei kühlem oder feuchtem Wetter oder nach längeren Ruhephasen. Wärme kann helfen, die Muskulatur zu entspannen und Bewegungen leichter wirken zu lassen. In der physiotherapeutischen Begleitung beurteile ich individuell, welche Wärmeanwendung für deinen Hund geeignet ist und wie sie sicher im Alltag eingesetzt werden kann.

Das hängt vom individuellen Befund ab. Manche Hunde profitieren von regelmäßiger Begleitung, andere eher phasenweise – etwa nach einer Operation oder bei akuten Verschlechterungen. Eine ehrliche Einschätzung kann ich nach der Erstanamnese geben.

Wenn sich das Bewegungsverhalten dauerhaft verändert, Lahmheit auftritt oder du Schmerzen vermutest, sollte immer eine tierärztliche Abklärung erfolgen. Die Physiotherapie baut auf dieser Diagnostik auf.

Viele Hunde mit Arthrose führen mit passender Begleitung, angepasster Bewegung und regelmäßiger tierärztlicher Kontrolle weiterhin ein aktives Leben. Kontrollierte, gelenkschonende Bewegung ist dabei meist wichtig, um Muskulatur und Beweglichkeit zu erhalten.

Librela (Bedinvetmab) ist eine medikamentöse Schmerztherapie, die den Nervenwachstumsfaktor NGF hemmt und so Schmerzsignale aus dem Gelenk dämpft. Ob und wie das Mittel eingesetzt wird, entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt – das liegt nicht in meiner Hand.

Physiotherapie setzt an einer anderen Stelle an: beim Muskelabbau, der sich durch Schonhaltung eingeschlichen hat, bei den Kompensationsmustern, die sich über Monate gefestigt haben, und bei der Bewegungsqualität, die sich auch dann nicht von selbst verbessert, wenn der Schmerz nachlässt. Schmerztherapie und Physiotherapie können sich sinnvoll ergänzen, wenn der tierärztliche Weg klar ist.

Unsicher, ob die Veränderungen zu Arthrose passen?

Manchmal sind es kleine Dinge, die sich über Wochen zeigen: ein zögernder Sprung ins Auto, der Hund, der morgens länger liegen bleibt, eine veränderte Sitzposition. Wenn du unsicher bist, ob das noch zum Alter passt oder ob Schmerzen dahinterstehen könnten, kann eine physiotherapeutische Einschätzung helfen, das Gesamtbild besser einzuordnen.

Du erreichst mich per Telefon, WhatsApp, E-Mail oder über das Kontaktformular. Die Erstanamnese in Hagen-Dahl kannst du direkt online buchen, Hausbesuche spreche ich gerne persönlich mit dir ab.

Melde dich, wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Ich beantworte auch kurze Vorfragen, bevor du einen Termin buchst.

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0151-17768542
Anrufen
0151-17768542
E-Mail
hundephysio-rummenholl@t-online.de
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Lena Rummenholl
Hundephysiotherapeutin · Hagen-Dahl

Ich bin staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und arbeite seit 2008 in Reha und Pflege – erst im Krankenhaus, dann fünf Jahre in der Reha-Klinik Hagen-Ambrock, heute noch in der Altenpflege, weiterhin am Menschen und als Praxisanleiterin. Mit der Arbeit an Hunden habe ich 2018 begonnen: zuerst die Therapiebegleithundearbeit nach dem Steinfurter Konzept, die meinen Blick für Signale des Hundes in Bezug auf Angst, Abwehr und Stress prägt, danach am DIFT Lünen die Ausbildungen zur Hundetrainerin und Hundephysiotherapeutin sowie die Veterinärakupunktur (TCVM). Arthrose und chronische Schmerzen kenne ich aus der Pflege. Seit 2018 ist das auch mein Thema am Hund.

Alle Zertifikate und Ausbildungsnachweise können auf Wunsch eingesehen werden.

Mehr über mich

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnostik oder Schmerztherapie.

Quellen:

  1. Lascelles, B.D.X. et al. (2024): Prevalence of radiographic appendicular osteoarthritis and associated clinical signs in young dogs. Scientific Reports, 14, 2827. DOI: 10.1038/s41598-024-52324-9
  2. Cachon, T. et al. (2023): COAST Development Group’s international consensus guidelines for the treatment of canine osteoarthritis. Frontiers in Veterinary Science, 10, 1137888. DOI: 10.3389/fvets.2023.1137888

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