Hundephysiotherapie Ablauf in Hagen - Dahl
Wie eine Behandlung bei mir abläuft, hängt von deinem Hund ab. Den Rahmen gebe ich vor, das Tempo bestimmt er. Hier liest du, was dich erwartet: von der Vorbereitung über die Erstanamnese bis zu dem Punkt, an dem mein Job getan ist.
Eine hundephysiotherapeutische Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Erstanamnese und entwickelt sich von dort als befundorientierter Verlauf weiter, angepasst an Diagnose, Tagesform und Heilungsfortschritt.
Hier das Wichtigste vorab, damit du nicht erst scrollen musst:
- Die Erstanamnese dauert bis zu 90 Minuten und kostet 80 €.
- Folgetermine dauern bis zu 45 Minuten und kosten 60 €.
- Jeder Folgetermin setzt eine Erstanamnese voraus.
- Termine in Hagen-Dahl sind online buchbar, Hausbesuche stimmen wir persönlich ab.
- Hausbesuche im Volmetal und Umgebung: 10 € Anfahrtspauschale.
Alle Preise im Überblick: hier klicken
Was solltest du vor dem Termin vorbereiten?
Damit der Termin für deinen Hund entspannt anfängt:
- Bring vorhandene tierärztliche Unterlagen mit: Röntgenbilder, OP-Berichte, Befunde.
- Lass deinen Hund zwei Stunden vor dem Termin nichts mehr fressen.
- Kein langer Spaziergang direkt vorher, er soll ausgeruht ankommen.
- Achte darauf, dass er sich gelöst hat.
- Wenn dein Hund einen Maulkorb braucht, bring ihn mit.
- Eigene Leckerlis sind willkommen. Du weißt am besten, was er mag.
Wenn ich zu euch nach Hause komme, brauche ich nichts Besonderes. Ein ruhiger Platz mit etwas Bewegungsraum reicht.
Die Erstanamnese – bis zu 90 Minuten
Die Erstanamnese dauert bis zu 90 Minuten. Diese Zeit ist bewusst gesetzt, weil drei Dinge in den Termin gehören.
Zeit für deine Fragen. Wer mit einem kranken, alten oder operierten Hund kommt, hat meistens viele Fragen. Ich nehme mir Zeit für alle. Du sollst nicht mit dem Gefühl rausgehen, dass du das Wichtigste nicht gefragt hast.
Zeit für deinen Hund. Viele Hunde sind beim ersten Termin aufgeregt. Fremde Person, fremder Ort, fremde Hände. Das ist normal. Ich lasse ihn ankommen, schauen und schnüffeln, bevor ich anfange zu untersuchen. Der Hund bestimmt das Tempo. Ich will, dass dieser Termin gelingt und dass dein Hund sich beim nächsten Mal auf den Besuch freut.
Zeit für eine gründliche Befundung. In dieser Zeit machen wir:
- ein ausführliches Vorgespräch zu Vorgeschichte, Alltag und Beobachtungen
- Sichtung der tierärztlichen Befunde
- Beobachtung deines Hundes in Bewegung (Gangbildanalyse)
- Palpation und Funktionsprüfung
- Einschätzung der aktuellen Belastbarkeit
- erste behutsame Maßnahmen, soweit dein Hund das zulässt
- Besprechung der nächsten Schritte
Wie viel davon möglich ist, hängt vom Tag und vom Hund ab. Manche Hunde lassen sich beim ersten Termin schon viel abnehmen, andere brauchen den ersten Termin vor allem zum Kennenlernen. Beides ist in Ordnung.
Was ist mit Hunden, die woanders als „schwierig" gelten?
Manche Hunde werden anderswo als „schwierig“ erlebt, weil sie schnappen, sich zurückziehen oder beim Anfassen nicht stillhalten. In meiner Arbeit sind das oft Hunde, die ehrlich zeigen, was für sie gerade belastend ist. Mein Job ist, diese Signale zu sehen und respektvoll zu lesen, statt gegen sie zu arbeiten.
Wenn ein Hund zurückzuckt, hat das einen Grund. Schmerz, Angst, eine alte Erfahrung, ein Schmerzgedächtnis, das jede Berührung vorab als Bedrohung liest. Aus meiner Therapiebegleithundearbeit nach dem Steinfurter Konzept und der Hundetrainerausbildung am DIFT Lünen weiß ich, wie sich diese Reaktionen unterscheiden lassen und wie man entsprechend arbeitet.
Konkret heißt das: kein erzwungenes Berühren. Pausen, wenn dein Hund welche braucht. Lieber weniger machen und einen Hund, der beim nächsten Mal wiederkommt, als viel machen und einen Hund, der die Tür nicht mehr durchgehen will. Du wirst einbezogen, weil du ihn am besten kennst.
Hunde mit eigenem Charakter sind keine Komplikation, sondern Patienten wie alle anderen. Sie brauchen nur jemanden, der ihre Sprache versteht.
Nach der Erstanamnese – deine schriftliche Einschätzung
Nach der Erstanamnese bekommst du eine schriftliche Zusammenfassung. In verständlicher Sprache, nicht in Fachjargon. Darin steht:
- was ich an deinem Hund gesehen habe
- wie er sich bewegt und warum
- welche Bereiche aktuell belastet sind
- welche Ziele wir gemeinsam ansteuern
- welche Signale dir zeigen, was gerade gut machbar ist
So weißt du von Anfang an, wo ihr steht und warum wir welche Schritte gehen. Halter:innen sagen mir oft, dass ihnen diese Zusammenfassung Sicherheit gibt, weil sie den Verlauf verstehen und nicht nur abnicken.
Folgetermine – wie es weitergeht
Folgetermine dauern bis zu 45 Minuten und setzen eine Erstanamnese voraus. Ich brauche das Bild, das dort entstanden ist, um gezielt arbeiten zu können.
Welche Methoden in einem Termin zum Einsatz kommen, entscheidet der Befund und nicht der Plan vom letzten Mal. Manuelle Therapie, aktives Training, Mobilisation, Veterinärakupunktur, Lasertherapie, Lymphdrainage, TENS, Kinesio Taping, chiropraktische Techniken und osteopathische Ansätze (im Rahmen der laufenden Ausbildung): alles physiotherapeutische Werkzeuge, die ich nach Bedarf kombiniere. Alle sind im Preis enthalten.
- ein kurzes Fazit der Einheit
- Hausaufgaben oder kleine Alltagstipps, die zu deinem Hund und seinem aktuellen Stand passen
Wenn sich im Verlauf etwas Wesentliches verändert, bekommst du ein zusätzliches Fortschritts-Update. Damit kannst du nachvollziehen, wie sich dein Hund entwickelt und warum wir bestimmte Schritte anpassen.
Deine Beobachtungen zwischen den Terminen sind wichtig. Wenn dir etwas auffällt, schick mir gern eine Nachricht oder ein Video über WhatsApp. Das fließt in die weitere Planung ein.
Wie sich die Behandlung entwickelt
Es gibt keinen starren Plan, der für jeden Hund gleich aussieht. Belastung und Übungen wachsen mit dem Heilungsverlauf.
Ein Hund nach einer Operation braucht anderes als ein Seniorhund mit Arthrose.
Und ein junger Hund mit neurologischen Ausfällen wieder etwas ganz anderes.
Vor jeder Behandlung mache ich eine kurze Einschätzung, damit Belastung, Übungen und Techniken zum aktuellen Zustand passen. Dein Hund wird nicht überfordert. Wir arbeiten in einem Rahmen, der für ihn gut leistbar ist.
Mein Ziel ist, dich und deinen Hund nach einer gewissen Zeit selbstständig zu machen.
Ich möchte nicht, dass ihr dauerhaft kommen müsst. Ich möchte, dass du weißt, was du selbst tun kannst, dass du Veränderungen erkennst und dass dein Hund so wenig Therapie wie nötig braucht.
Bei chronischen Verläufen und Seniorenhunden heißt das oft längere Begleitung mit größer werdenden Abständen. Aber auch dort gilt: nicht mehr Termine, als deinem Hund nützen.
Wie laufen Hausbesuche im Volmetal und Umgebung ab?
Du hast die Wahl: Behandlung vor Ort in Hagen-Dahl oder als Hausbesuch im Volmetal und der näheren Umgebung. Hausbesuche stimme ich persönlich mit dir ab. Die Fahrtzeit liegt je nach Ort bei etwa 5 bis 40 Minuten, je nach Verkehr, und lässt sich online nicht sauber abbilden. Auch die Erstanamnese kann als Hausbesuch stattfinden.
Für viele Hunde ist Zuhause der bessere Ort. Sensible oder ältere Hunde tun sich in gewohnter Umgebung leichter, und ich sehe sie da, wo sie sonst auch leben: auf welchem Boden sie laufen, welche Treppe sie schaffen, wo der Lieblingsplatz ist. Das hilft mir bei der Einschätzung.
Für die Anfahrt berechne ich eine Pauschale von 10 €.
Melde dich per Telefon, WhatsApp oder E-Mail, dann finden wir einen Termin.
Details zu Preisen findest du auf der Seite Preise
Wie eine Behandlung endet
Wann eine Behandlung zu Ende ist, hängt von deinem Hund, seinem Verlauf und eurem Ziel ab.
Bei einer Reha nach OP sehe ich es oft daran, dass dein Hund wieder sicher läuft, Muskulatur aufgebaut hat und im Alltag gut belastbar ist.
Bei einem Seniorhund oder einem chronischen Verlauf ist es weniger ein Endpunkt als ein Übergang in größere Abstände, mit mehr Sicherheit für euch und weniger Terminen.
In beiden Fällen gilt: keine Dauerbindung, keine pauschalen Versprechen, keine Termine ohne Grund.
Wenn du und dein Hund den Alltag wieder gut bewältigt, sage ich das. Und wenn sich später etwas verändert, weißt du, wo du mich findest.
Häufige Fragen zum Ablauf
Wie viele Termine braucht mein Hund?
Das hängt von der Diagnose ab, vom Heilungsverlauf und davon, wie dein Hund auf die Behandlung reagiert.
Nach Reha-OP arbeiten viele Hunde über mehrere Wochen mit mir, oft im Rahmen einer REHA-Karte.
Bei Senior:innen sind längere Abstände sinnvoll.
Eine ehrliche Einschätzung kann ich dir nach der Erstanamnese geben, nicht vorher.
Was, wenn mein Hund den Termin nicht durchhält?
Dann hören wir auf, und zwar früh genug, damit er nicht überfordert wird.
Ich richte mich nach seinen Signalen und mache den Termin lieber kürzer und ruhiger, als ihn „durchzuziehen“. So bleibt ein gutes Gefühl, auch wenn der erste Termin vor allem dazu dient, Sicherheit aufzubauen.
Mein Hund wurde schon mal von dir behandelt. Brauche ich wieder eine Erstanamnese?
Bei Hunden, die ich regelmäßig begleite, nicht.
Wenn nach längerer Pause etwas Neues dazukommt, etwa eine Operation, eine deutliche Veränderung oder ein neues Problem, ist eine erneute Erstanamnese sinnvoll, damit ich den aktuellen Stand sauber einschätzen kann.
Bei Unsicherheit melde dich, dann klären wir das vorher.
Können wir auch nur einen Termin machen, ohne Folgetermine?
Manchmal reicht ein Termin mit gezielten Hausaufgaben aus.
Bei chronischen oder postoperativen Themen ist das selten genug. Aber bei einer kurzen Einschätzung, einer Verspannung nach Überlastung oder einer Beratung zu konkreten Übungen kann ein Einzeltermin sinnvoll sein.
Ich sage dir nach der Erstanamnese ehrlich, was ich für angemessen halte.
Brauche ich eine tierärztliche Überweisung?
Nein. Eine tierärztliche Abklärung im Vorfeld ist aber sinnvoll.
Physiotherapie ergänzt die veterinärmedizinische Behandlung, sie ersetzt keine Diagnose.
Mehr dazu in der ausführlichen FAQ
Lust auf einen Termin?
Wenn du gerade liest und denkst, das passt, dann melde dich. Termine in Hagen-Dahl sind direkt online buchbar. Hausbesuche stimmen wir persönlich ab.
Über mich
Ich bin Lena Rummenholl, Hundephysiotherapeutin in Hagen-Dahl. Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit 2008 in der Pflege tätig, weiterhin am Menschen und als Praxisanleiterin in der Altenpflege aktiv. Die Arbeit mit Hunden begann 2018 mit der Therapiebegleithundearbeit nach dem Steinfurter Konzept (M.I.T.T.T.); danach folgten am DIFT Lünen die Ausbildungen zur Hundetrainerin, Hundephysiotherapeutin und Veterinärakupunktur (TCVM), chiropraktische Techniken (Tierhelden Akademie) sowie eine laufende Ausbildung in Osteopathie (DIFT Lünen).
Mehr über meinen Hintergrund: Über mich
Hundephysiotherapie ergänzt die tierärztliche Behandlung und ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnostik.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026